Japan Display Inc. Geldgeber gesucht

Die Fabrik von Japan Display Inc. in Ishikawa
Die Fabrik von Japan Display Inc. in Ishikawa

Der japanische Hersteller von LCD-Bildschirmen versucht sich neues Geld zu verschaffen, um den Turn-Around einzuleiten.

Die Restrukturierung könnte Tausende von Jobs kosten, wie die Nikkei Asian Review berichtet. Japan Display Inc. (JDI) war 2012 gegründet worden, um die einst blühende japanische LCD-Bildschirmindustrie zu konsolidieren. Hier flossen die LCD-Aktivitäten von Hitachi, Sony und Toshiba ein. Finanziert hatte dies die Innovation Network Corp. of Japan (INCJ). Im Juni hatte JDI eine Restrukturierung vorgenommen.

Die Hersteller von Smartphones wenden sich von den LCD-Bildschirmen immer mehr ab und setzen auf neue Typen wie den OLEDs. So hatte LG Display kürzlich angekündigt, die Fertigung von OLEDs für den Einsatz in Fernsehern und in Smartphones kräftig ausbauen zu wollen. Laut unbestätigten Gerüchten will sich Apple – das Unternehmen ist bisher größter Kunde von JDI – an den Investitionen von LG Display beteiligen.  

Gerade hatte JDI angekündigt, die Produktion von Low-Temperature-Polysilicon-LCDs (LTPS) für den Einsatz in Autos hoch zu fahren. Der Umsatz mit diesen Displays soll mit durchschnittlich 10 Prozent pro Jahr wachsen, schneller als der mit den Autos selber.  

Außerdem hat JDI ein auf der LTPS-Technik basiertes monochromes 21,3-Zoll-TFT-Display mit hoher Auflösung (5 Megapixel) vorgestellt, das für den Einsatz in der Medizintechnik bestimmt ist. Gegenüber den bisherigen auf der a-Si-Technik basierenden Bildschirmen nehmen die neuen LTPS-LCD-Typen um ein Drittel weniger Leistung auf und sie benötgen weniger Treiber-ICs. Muster stehen ab sofort zur Verfügung, die Fertigung in Stückzahlen will JDI im zweiten Quartal 2018 aufnehmen.