10-Mrd.-Dollar-Investition Foxconn baut TV-LCD-Panels in den USA

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In Kenosha/Wisconsinzu will Foxconn 8K-LCD-Fernsebildschirme der Generation 10.5 fertigen, das Werk soll 2020 die Produktion aufnehmen.

Foxconn will in den USA 10 Mrd. Dollar in den Bau einer LCD-Fabrik stecken. Trump freut sich auf 3000 Jobs für amerikanische Arbeiter.

Das hielt Präsident Donald Trump für so wichtig, dass er und Terry Gou, CEO von Foxconn, den Bau der Fabrik am Mittwochabend feierlich im Weißen Haus verkündeten. In Kenosha/Wisconsinzu will Foxconn 8K-LCD-Fernsebildschirme der Generation 10.5 fertigen, das Werk soll 2020 die Produktion aufnehmen.

Zu Beginn werde Foxconn 3000 amerikanischen Arbeitern einen neuen Job bieten. Viele weitere würden folgen, sagte Trump. Das Potenzial liege bei 13 000 Arbeitsplätzen. 22.000 weitere Arbeitsplätze könnten im Umfeld entstehen.

So könnte Corning das Glas für die Bildschirme und die amerikanische Applied Materials, weltweit größter Hersteller für Maschinen, die in der LCD- und Halbleiterfertigung Einsatz finden, die Chemical-Vapor-Deposition-Systeme für die Produktion der LCDs liefern. Die Glas-Panels, die eine Fläche von 3 m² einnehmen, sollten möglichst nah am LCD-Produktionsstandort gefertigt werden, weil sie nur wenige Millimeter dick sind und deshalb kaum über weite Strecken transportiert werden können.

Foxconn hatte im vergangenen Jahr den angeschlagenen japanischen Flachbild-TV-Pionier Sharp für 3,5 Mrd. Dollar gekauft. Dass der LCD-Pionier und einstige Vorzeigeunternehmen in finanzielle Schwierigkeiten kam und schließlich bei Foxconn gelandet ist, hat in japanischen Regierungs- und Wirtschaftskreisen wenig Freude ausgelöst. Jetzt versucht Japan alles, dass Toshiba Memory, die NAND-Flash-IC-Tochter von Toshiba, die das Unternehmen unbedingt verkaufen muss, um sich selber vor der Insolvenz zu retten, in mehrheitlich japanischen Besitz verbleibt.   

Trump sagte, der Foxconn-Deal sei ein Beweis dafür, wie zugkräftig das Label »Made in the USA« sei und in Beisein Terry Gou: »Wäre ich nicht gewählt worden, würde er unter Garantie keine 10 Milliarden Dollar investieren.« Über eine Milliarden-Investition von Foxconn in den USA wird schon seit einiger Zeit spekuliert. Das Thema neuer Arbeitsplätze in den USA war 2016 ein Schwerpunkt des Wahlkampfs von Trump. Die Foxconn-Fabrik liegt im Heimatstaat Paul Ryans, des einflussreichen republikanischen Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses.