SPECTARIS-Studie Biophotonik wird zum erfolgversprechenden Zukunftsmarkt

Der Weltmarkt für Biophotonik wächst kontinuierlich: Bis zum Jahr 2020 erwarten Experten ein durchschnittliches jährliches Wachstum von knapp sieben Prozent auf rund 85,5 Milliarden Euro. Der Industrieverband Spectaris sieht die deutschen Unternehmen dabei gut positioniert.

Mit einem Weltmarktanteil von rund 17 Prozent zählt die optische Medizintechnik mittlerweile zu den wichtigsten Kernbereichen der deutschen Photonik.

Auch übergreifend betrachtet, ist der Bereich Medizintechnik/Life Sciences laut Spectaris inzwischen das umsatzstärkste Anwendungsfeld der Hersteller optischer Komponenten und Systeme – Tendenz steigend.

Eine tragende Rolle spielen optische Verfahren wie die Endoskopie und medizinische Laser: Für beide Bereiche gehen Marktstudien von jährlichen Zuwachsraten zwischen sechs und acht Prozent aus.

Auch bei der optischen In-vitro-Diagnostik stehen die Zeichen auf Wachstum. Insgesamt wird für diesen Bereich ein jährlicher Anstieg von ca. sechs Prozent erwartet. Starke Impulse kommen dabei vor allem aus der Point-of-Care-Diagnostik, der Ramanspektroskopie sowie dem zunehmenden Einsatz molekularer Biomarker. 

Biophotonik in der Lebensmittelindustrie

Neben dem Gesundheitsbereich ist nach Angaben von Spectaris auch die Lebensmittelindustrie ein wichtiger Treiber des künftigen Wachstums im Bereich der Biophotonik. Die Globalisierung des Lebensmittelhandels, zunehmende Umwelteinflüsse, gesetzliche Auflagen oder veränderte Konsumgewohnheiten wirken sich positiv auf die Nachfrage aus. So rechnen die Experten mit einem Anstieg des Weltmarktes für die Lebensmittelanalyse um rund sechs Prozent pro Jahr.

»Die Wertschöpfungskette funktioniert«

Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Biophotonik in Deutschland zählt nach Überzeugung von Wenko Süptitz, Leiter des Spectaris-Fachverbands Photonik, die funktionierende Wertschöpfungskette: »Forschungsinstitute, Hersteller optischer Komponenten und Anbieter von Systemlösungen arbeiten eng zusammen und sind so in der Lage, die unterschiedlichsten Anforderungen in marktreife Produkte umzusetzen.«