Kommentar von Olaf Römer, ATEcare »Wir brauchen mehr Seriosität in der Branche«

Olaf Römer, ATEcare: »3D-AOI ist eine interessante Technik, aber allein gestellt kein Allheilmittel.«
Olaf Römer, ATEcare: »3D-AOI ist eine interessante Technik, aber allein gestellt kein Allheilmittel.«

Auf der electronica 2014 zeigte sich für Olaf Römer, Geschäftsführer von ATEcare, erneut, dass auf Kundenseite noch große Unsicherheit herrscht, wenn es um 3D-AOI geht. Geschürt wird sie seiner Meinung nach unter anderem durch die bewusste oder unbewusste Irreführung durch so manchen Mitbewerber.

Olaf Römer, ATEcare: »Die electronica 2014 war definitiv eine gute und wichtige Messe für die Inspektionssystem-Branche. Gerade das Thema 3D-AOI zog die Besucher magisch an. Interessant war vor allem das Feedback der Kunden, die erste eigene Erfahrungen damit machen konnten: Es bestätigte sich wiederum, dass das Thema zum einen nicht ganz einfach zu handhaben ist, zum anderen durch intensives Marketing den Kunden eine Menge versprochen wurde. So scheuen sich Marktbegleiter auch nicht, in ihren Ankündigungen von ‚herkömmlichen 3D-Systemen‘ zu sprechen, obwohl noch keiner eine breite installierte Basis hat.

Ich rufe nochmals zu mehr Seriosität in der Branche auf. Lassen Sie uns unsere jeweiligen technischen Ansätze den Kunden vorstellen, und dann wird der Markt entscheiden – aber lassen Sie uns bitte den nötigen Anstand nicht vermissen.

Definitiv gehört dieser Technik die Zukunft, und mehr oder weniger alle führenden AOI-Hersteller widmen sich diesem Thema. 3D-AOI ist eine interessante Technik, aber allein gestellt kein Allheilmittel. Gerade die Kombination aus 3D-SPI, -AOI und AXI wird sicherlich auch bald 3D-Prozessanalysen ermöglichen, und eine Kombination aus Inspektionstechnologien ergänzend zu einem elektrischen Test, ganz gleich in welcher Form, wird weiterhin nötig sein.«