Bosch Sensortec Winziger Weltrekord-Sensor für mobile Geräte

Gerade zur Weihnachtszeit liegen elektronische Geräte wie Smartphones, Tablets, Fitness-Armbänder und sonstige kleine Gadgets hoch im Kurs. Damit alle diese Geräte möglichst lange laufen, hat Bosch die bislang kleinste und stromsparendste Sensoreinheit ihrer Art gebaut.

In dem nur 2,5 × 3 × 0,8 mm winzigen Gehäuse des BMI160 finden sich unter anderem ein Beschleunigungs- und ein Drehratensensor.

Die feinen Fühler im Inneren der Sensoren sind aus Silizium gefertigt. Die darin geschaffenen beweglichen Strukturen sind nur wenige tausendstel Millimeter klein.

Wird ein solcher Sensor bewegt, entsteht ein feiner elektrischer Strom, der Auskunft über Raumlage, Erdmagnetfeld oder Beschleunigung gibt - die feinsten gemessenen Bewegungen in den Sensoren liegen im Bereich eines Atomdurchmessers.

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Bosch setzt Maßstäbe in der Sensor-Miniaturisierung

Bosch setzt Maßstäbe in der Sensor-Miniaturisierung

Stromsparender Sensor = lange Akku-Laufzeit

Bisherige Sensoren verlangen mobilen Geräten oft viel Strom ab. Nicht so der BMI160 von Bosch Sensortec: Wenn sich der Beschleunigungssensor und das Gyroskop des BMI160 in vollem Betriebsmodus befinden, beträgt der typische Stromverbrauch nur noch 950 µA.

»Daher kann unser Chip nun den ganzen Tag im Handy laufen«, sagt Torsten Ohms, der für diese Chipentwicklung bei Bosch Sensortec verantwortlich ist. »Er muss zwischendurch nicht mehr abgestellt werden, um den Akku des Smartphones zu schonen.«

Geräte, die von den neuen Sensoren profitieren, sind Smartphones, Tablet-PCs, Fitness-Tracker, aber auch Fern- und Spielesteuerungen, Smart Glasses oder Head-Mounted-Displays. Letztere werden wie eine Skibrille aufgesetzt und zeigen ihrem Träger zum Beispiel einen virtuellen Raum – wird der Kopf bewegt, bewegt sich das Bild entsprechend mit.

Eine der Anwendungen: Das Handy erfasst mit den Sensoren alle Aktivitäten des Nutzers und teilt ihm am Ende des Tages mit, wie viel Energie er auf seinen Wegen zur Arbeit, im Büro, treppauf und treppab verbraucht hat.

»Wer abnehmen möchte, kann zum Beispiel sein Abendessen nach dem Kalorienverbrauch des Tages auswählen«, sagt Ohms. Schon gleich nach Weihnachten mag dies eine besonders begehrte Anwendung der neuen Hightech-Geschenke sein.