Bosch Sensortec Weltpremiere: Vier Sensoren in einem Gehäuse

 Die Kombination von vier verschiedenen Sensortypen in einem kleinen Gehäuse ermöglicht es, die Luftqualität schnell und präzise zu messen.
Die Kombination von vier verschiedenen Sensortypen in einem kleinen Gehäuse ermöglicht es, die Luftqualität schnell und präzise zu messen.

Mit dem BME680 bringt Bosch Sensortec den marktweit ersten Gassensor mit Sensorik für Luftdruck, Feuchtigkeit und Umgebungstemperatur in einem einzigen Gehäuse mit einer Grundfläche von 3,0 x 3,0 mm² auf den Markt.

Der Umweltsensor BME680 von Bosch Sensortec ermöglicht viele neue Funktionen für mobile Geräte, wie etwa die Messung der Luftqualität, personalisierte Wetterstationen, Indoor-Navigation, Fitness-Tracker, Home Automation und andere Anwendungen für das Internet der Dinge. »In Smartphones werden Druck-, Gas- und Feuchte-Sensoren sowieso benötigt, jetzt können wir diese Funktionen ergänzen und messen die Konzentration unterschiedlicher Gase, darunter flüchtige organische Verbindungen (FOV) aus Farben (wie Formaldehyd), Lacken, Lösungsmitteln, Reinigungsmitteln, Einrichtungsgegenständen, Büroausstattungen, Leimen, Klebstoffen und Alkohol. Außerdem lässt sich indirekt über unsere Algorithmen auch die CO2-Konzentration bestimmen«, sagt Dr. Stefan Finkbeiner, CEO von Bosch Sensortec.

Neue Anwendungsperspektiven eröffnet der hochintegrierte Sensor auch im Smart Home und der Gebäudetechnik: Der Sensor kann beispielsweise feststellen, ob die Klimaanlage funktioniert oder ob ein Fenster in einem Raum offen steht. Und er kann dazu beitragen Energie zu sparen, weil auf Basis seiner Daten effektiv geheizt und kontrolliert gelüftet werden kann. Neben Anwendungen in Gebäuden und in Heizungen, Lüftungen und der Klimatechnik (HLK) sieht Finkbeiner weitere Einsatzmöglichkeiten in einer Vielzahl von Wearables aber auch in intelligenten Transportsystemen, in der Altenpflege und im Sport- und Fitnessbereich.

»Durch seine hohe Genauigkeit, seinen geringen Energiebedarf und sein winziges Gehäuse können Entwickler mit Einsatz des BME680 effizient und kostengünstig neue Funktionalitäten in ihre Produkte integrieren, über die sie sich im Wettbewerb differenzieren können«, erklärt Finkbeiner. Die Integration von Gas- plus Druck-, Temperatur- und Feuchtesensoren sei denn auch eine der großen Herausforderungen bei der Entwicklung des BME680 gewesen. Die zweite große Herausforderung war es, die Stromaufnahme auf einen Wert zu begrenzen, der sie für den Einsatz in mobilen Geräten geeignet macht.  Hierbei spielen intelligente Algorithmen eine wesentliche Rolle. Sie erlauben es, dass nicht alle Sensoren ständig im Messmodus arbeiten müssen. Dennoch liefert der BME680 sehr schnell Aussagen, so Finkbeiner: »Der Sensor bemerkt Veränderungen der Luftqualität bevor der Nutzer sie reicht.«