National Instruments Vektorsignalanalyse bis 3,6 GHz im PXI-Format

Der VSA NI PXIe-5665 wartet mit beachtlichen technischen Daten auf.
Der VSA NI PXIe-5665 wartet mit beachtlichen technischen Daten auf.

National Instruments hat einen neuen PXI-RF-Vektorsignalanalysator für die Untersuchung von HF-Kommunikationssignalen von 20 Hz bis 3,6 GHz mit Bandbreiten von bis zu 50 MHz vorgestellt. Beachtlich dabei sind vor allem die Werte für das Phasenrauschen, den mittleren Rauschpegel, die Amplitudengenauigkeit und den Dynamikbereich.

Es ist Bewegung im PXI-Messtechnik-Segment. Immer mehr Hersteller drängen in den Markt, zum Teil mit massiven Produktneuvorstellungen. National Instruments, Initiator des PXI-Standards und Marktführer in diesem Bereich, begrüßt diese Entwicklung, denn mit jedem neuen Wettbewerber erlangt der PXI-Systembus eine höhere Marktdurchdringung. Sorgen um die Marktführerschaft braucht sich NI indes wohl nicht zu machen. Mittlerweile bietet das Unternehmen mehr als 400 PXI-/PXIe-Produkte an, und allein im letzten Jahr wurden knapp 50 neue vorgestellt.

Ganz aktuell gibt es von NI den neuen PXI-RF-Vektorsignalanalysator NI PXIe-5665 für die Untersuchung von Spektrum- und Breitbandvektorsignalen von 20 Hz bis 3,6 GHz mit Bandbreiten von bis zu 50 MHz. Das Modul kombiniert den neuen Downconverter NI PXIe-5603 mit dem lokalen Oszillator NI PXIe-5653 und dem NI PXIe-5622, einem Digitizer (Digitalisieren der Zwischenfrequenz, ZF) mit einer Abtastrate von 150 MSample/s. Der VSA weist ein niedriges Phasenrauschen von -129 dBc/Hz (bei 800 MHz und 10 kHz Offset), einen mittleren Rauschpegel von -165 dBm/Hz, IP3 von +24 dBm und eine absolute Amplitudengenauigkeit von ±0,10 dB auf. Darüber hinaus bietet er Messgeschwindigkeiten, die nach Herstellerangaben mindestens um den Faktor fünf höher sind als bei traditionellen Stand-alone-Messgeräten. Dadurch, dass der Vektorsignalanalysator auf PXI basiert, ist zudem ein Peer-to-Peer-Streaming möglich. Zudem kann eine flexible MIMO-Architektur (Multiple Input, Multiple Output) für phasenkohärente Messungen erstellt werden. Damit eignet sich der VSA besonders für automatisierte RF-Prüfsysteme.

Für die Analyse modulierter Signale ermöglicht das integrierte Tool für die Selbstkalibrierung eine ZF-Amplitudengenauigkeit von ±0,15 dB und eine ZF-Phasenlinearität von ±0,1 Grad. Diese Genauigkeit sorgt für eine EVM-Leistung von unter 0,21 Prozent für ein 256-QAM-Signal. Aufgrund der flexiblen, modularen Architektur des Analysators sind eine phasenkohärente Erfassung für MIMO-Tests sowie ein Peer-to-Peer-Streaming zur effizienten Spektrumüberwachung möglich. Des Weiteren besitzt der NI PXIe-5665 eine RF-List-Mode-Funktion, mit der auf dem Gerät selbst eine Liste von Konfigurationen und Messaufgaben hinterlegt werden kann. Diese Messungen mit zugehörigen Konfigurationen können durch externe Trigger gestartet werden. So lassen sich Messungen, bei denen eine Vielzahl an Pegel- und Frequenzkombinationen geprüft werden muss (z. B. Kalibrierung von GSM oder WCDMA), erheblich schneller durchführen.

Weil sich der NI PXIe-5665 in ein Produktangebot von über 1500 softwaredefinierten modularen PXI-Messgeräten einreiht, können Anwender den Vektorsignalanalysator mit unterschiedlichten Modulen einsetzen und ein komplettes automatisiertes Prüfsystem auf Basis der Software für grafisches Systemdesign NI LabVIEW steuern. Die softwaredefinierte Leistung des VSA kann auch zusammen mit RF-Software-Toolkits für LabVIEW, NI LabWindows/CVI und .NET genutzt werden, um die neuesten Standards der RF- und Wireless-Kommunikation wie GSM/EDGE, WCDMA, LTE, WLAN und WiMAX zu testen.