Anritsu Ultraportabler 110-GHz-Spektrumanalysator

Spektrumanalysator, USB-3.0-Kabel und Tablet - los geht's mit der Messung
Spectrum Master MS2760A, USB-3.0-Kabel und Tablet - los geht's mit der Messung

Einen durchgängigen Sweep von 9 kHz bis 110 GHz, ganz ohne externe Mischer: Das ermöglicht der Millimeterwellen-Spektrumanalysator »Spectrum Master MS2760A« von Anritsu. Und diese Leistung steckt nicht etwa im Benchtop-Gerät, sondern in einem Gehäuse, das eher an ein dickes Smartphone erinnert.

»Ultraportabel« nennt Anritsu die neue Geräteklasse. Durchaus zu Recht: Mit Abmessungen von nur 155 x 84 x 27 mm passt der Spektrumanalyse-Winzling in fast jede Jackentasche und erst recht in jeden Messkoffer oder auf den Labortisch.

Weiterer Vorteil der geringen Baugröße: Der Anwender kann das Gerät unmittelbar am Prüfobjekt positionieren. Das spart Kabel, was sich wiederum in den Systemkosten und vor allem in der Signalintegrität und der Messgenauigkeit und -wiederholbarkeit bemerkbar macht. 

»Bislang gab es keinen Handheld-Spektrumanalysator…

...für Frequenzen oberhalb von 50 GHz«, erklärt Eric Fauxpoint, ‎EMEA Business Development & Marcom Director von Anritsu, im Gespräch mit Markt&Technik. »Diese Grenze heben wir jetzt nicht nur auf, sondern wir legen die Messlatte gleich ein großes Stück höher – und das nicht nur in Sachen Frequenzbereich, sondern auch was den Begriff ‚portabel‘ betrifft.« 

Den MS2760A gibt es in sechs Varianten…

...für Frequenzen von 9 kHz bis 32, 44, 50, 70, 90 und 110 GHz. Er unterstützt die klassischen Analysefunktionen, unter anderem Spektrumanalyse, Kanal- und Nachbarkanalleistungsmessungen sowie Messungen von Nebenwellen-Aussendungen und der belegten Bandbreite.

Zur Messung braucht der Anwender nur den MS2760A,…

...ein Tablet und ein USB-3.0-Kabel (Typ C). Der Spektrumanalysator selber hat weder Display noch eine eigene Stromversorgung. Für beides greift er auf das angeschlossene Tablet zurück. All das ist dem Gewicht, der Größe und letztendlich auch dem Preis geschuldet.

»Es ist einfach ein neuer Ansatz«, so Fauxpoint. »Benchtop-Geräte werden per Stromkabel versorgt, portable Instrumente haben im Idealfall einen eingebauten Akku, und unsere neue Gerätegeneration braucht weder das eine noch das andere.«

Auch ein aus Benchtop-Geräten gewohnter Vorverstärker ist nicht integriert – das gleicht der MS2670A jedoch mit einem vergleichbar geringen Noise Level aus. 

Mit dem neuen Spektrumanalysator dürfte Anritsu genau den Nerv der Branche treffen,…

...denn der Bedarf an Millimeterwellen-Messtechnik wächst. Einer der wesentlichen Treiber ist der geplante 5G-Standard.

»Bislang war Millimeterwellentechnik in erster Linie in Luft- und Raumfahrtanwendungen eingesetzt«, führt Fauxpoint aus. »Mit 5G wird sich das massiv ändern, denn dann kann jeder diese Frequenzen nutzen. Im Zuge dessen werden auch Consumer- und Automotive-Applikationen zunehmend auf Millimeterwellentechnik setzen. Damit wird es ganz schön voll im Frequenzband – das ist eine Chance und Herausforderung zugleich, denn irgendwie muss man ja in diesen Frequenzen messen. Hier setzt unser ultraportabler Spektrumanalysator an.«