Einkaufsstrategie schreitet mit CMOSIS voran Übernahmen machen ams immer mehr Spaß

Thomas Riener, ams: »Das Ziel besteht darin, zum weltweit führenden Spezialisten für Sensorlösungen aufzusteigen.«
Thomas Riener, ams: »Das Ziel besteht darin, zum weltweit führenden Spezialisten für Sensorlösungen aufzusteigen.«

»Wir lernen, dass man durch Zukäufe schneller wachsen und die Kompetenzen gezielter ausbauen kann als über organisches Wachstum alleine. Diese Strategie verfolgen wir künftig weiter«, sagt Thomas Riener, Executive VP und Head of Marketing & Strategy von ams, im Gespräch mit Markt & Technik.

Jüngstes Beispiel: Für rund 220 Mio. Euro übernimmt ams jetzt den CMOS-Bildsensor-Spezialisten CMOSIS, einem Hersteller von hochwertigen flächen- und zeilenabtastenden CMOS-Bildsensoren. Zuletzt hatte ams die Sensor-Aktivitäten von NXP gekauft nachdem zuvor schon AppliedSensor und Acam Messelektronik auf dem Einkaufszettel gestanden hatten. »Das Ziel besteht darin, zum weltweit führenden Spezialisten für Sensorlösungen aufzusteigen«, sagt Thomas Riener.

CMOSIS zählt zur Spitzengruppe der Hersteller von High-End-CMOS-Bildsensoren. Darunter finden sich Firmen wie Toshiba, deren CMOS-Geschäft an Sony verkauft wird, Omnivision, Canon, On Semiconductor (das Unternehmen hatte Mitte 2014 den aus Micron hervorgegangenen Hersteller Aptina gekauft) und E2V.

Thomas Riener: »Mit dem Kauf erweitert ams sein Angebotsspektrum um Bildsensoren für den Einsatz in der medizinischen, fotografischen und wissenschaftlichen Bildgebung mit einer Umsatzerwartung von 60 Mio. Euro in 2015 sowie einer soliden Wachstumsperspektive.«

»Unser Spektrum um allgemeine CMOS-Bildsensoren für den Mobiltelefon-Markt zu erweitern, wäre nicht sinnvoll gewesen«, so Riener. »Wir zielen auf den Einsatz in der Industrie, beispielsweise zur optischen Inspektion, in der Medizintechnik, in der Verkehrstechnik sowie in der wissenschaftlichen Bildgebung ab. Die High-End-Bildsensoren von CMOSIS sind komplementär zu unseren optischen Sensoren.«