Nobelpreis für Gravitationsforscher Triumph der Messtechnik

Und jetzt endlich: Herzlichen Glückwunsch, Nobelpreisträger!

Für den Nachweis von Gravitationswellen bekommen drei US-Forscher den Physik-Nobelpreis, die als haushohe Favoriten galten: Zwei Jahre nach dem ersten direkten Nachweis von Gravitationswellen bekommen Rainer Weiss, Barry Barish und Kip Thorne den Nobelpreis, die maßgeblich am Aufbau des Detektors LIGO in den USA beteiligt waren, wo 2015 erstmals ein solches Signal aufgefangen wurde. »Jeder der Preisträger von 2017 war mit seinem Enthusiasmus und seiner Entschlossenheit von unschätzbarem Wert für den Erfolg des LIGO«, hieß es am Dienstag von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm.

Der 85 Jahre alte gebürtige Deutsche Weiss, der einst mit seinen Eltern vor den Nazis aus Deutschland floh, erhält die Hälfte des Preisgeldes. Barish (81) und Thorne (77) teilen sich die andere. »Die Pioniere Rainer Weiss und Kip Thorne haben zusammen mit Barry Barish – dem Forscher, der das Projekt vollendete – gewährleistet, dass vier Jahrzehnte der Forschung darin mündeten, dass schließlich Gravitationswellen beobachtet werden konnten«, hieß es von den Juroren.

Fast genau 100 Jahre nach Veröffentlichung der allgemeinen Relativitätstheorie, am 14. September 2015 registrierten die LIGO-Detektoren ein Signal. Die Entdeckung wurde nach langem Prüfen der Daten Anfang 2016 veröffentlicht.

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Nobelpreis für Nachweis der Gravitationswellen

Den Nobelpreis erhielten in diesem Jahr Forscher, die Gravitationswellen zum ersten Mal direkt nachweisen konnten. Wer sie sind und wie die Anlagen zum Aufspüren der Gravitationswellen aufgebaut sind, sehen Sie in der Bildergalerie.