Gemeinschaftsprojekt von Mentor Graphics und NI Test-Bench-Entwicklung parallel zum Prototypenaufbau

Serge Leef, Vice President der System-Level Engineering Division von Mentor Graphics

Mentor Graphics und National Instruments (NI) haben gemeinsam eine Client-Umgebung entwickelt, mit der Designer ihre Test-Bench zeitgleich mit einem virtuellen Prototypen entwickeln können. Anschließend können sie genau die gleiche Test-Bench mit der NI-Software LabVIEW auch auf dem physikalischen Prototypen verwenden.

Die von Mentor Graphics und NI gemeinsam entwickelte Client-Umgebung SystemVision SVX ist eine virtuelle Ausführungsumgebung, die – in jeder Phase des Designprozesses – andernfalls isolierte domänenspezifische Modellierungs- und Softwarewerkzeuge dynamisch über einen sicheren, verwalteten Signalkanal verbindet. Ihre Client-Server-Architektur sieht präzise, verteilte, zeitsynchronisierte Schnittstellen zwischen der Signalgenerierung und -verarbeitung vor, die sich als Symbole in grafischen Werkzeugen platzieren lassen. Darüber hinaus erleichtert eine C/C++-Anwendungsprogrammierungs-Schnittstelle der Embedded-Software die Kommunikation mit Modellen von Steuerungssystemen, Multiphysics-Subsystemen, Sensoren und Aktoren sowie mit analoger und digitaler Elektronik.

»Die SystemVision-SVX-Umgebung erlaubt es Designern, bereits auf Basis der Produktspezifikationen einen präzisen virtuellen Prototyp zu erstellen«, unterstreicht Serge Leef, Vice President der System-Level Engineering Division von Mentor Graphics. »Dadurch können Designer die Test-Bench gleichzeitig mit dem Produkt entwickeln, was eine frühere Rückmeldung in den Designprozess ermöglicht. Zudem wird der Designzyklus erheblich verkürzt, weil Entwicklung und Test parallel statt seriell erfolgen. Das Ergebnis sind wesentlich schnellere Markteinführungs- und Zertifizierungszeiten.« Und auch John Pasquarette, Vice President für Software-Produkt-Marketing von National Instruments unterstreicht, dass die Kombination von SystemVision SVX und LabVIEW - im Gegensatz zu traditionellen Designs, Simulationen und Tests sequentieller Prozesse - schon viel früher im Entwicklungszyklus für eine kontinuierliche Testprogrammentwicklung sorge. »Dies ermöglicht eine Rückverfolgbarkeit, die insbesondere für Unternehmen mit hohem Zertifizierungsbedarf attraktiv ist«, resümiert Pasquarette.