Sprung von 20 auf 33 GHz Tektronix meldet sich im absoluten Oszilloskop-High-End zurück

Das Oszilloskop DPO73304D von Tektronix bietet eine Analogbandbreite von 33 GHz.
Das Oszilloskop DPO73304D von Tektronix bietet eine Analogbandbreite von 33 GHz.

33 GHz echte Analogbandbreite, 50 GSample/s maximale Abtastrate auf vier Kanälen, im Interleave-Betrieb sogar bis zu 100 GSample/s auf zwei Kanälen - mit diesen Leistungsdaten glänzen die neuen Spitzenmodelle der Oszilloskop-Serie DPO/DSA70000D von Tektronix.

Ab dem 4. Quartal 2011 werden vier Modelle mit identischer Abtastrate erhältlich sein: Die Versionen DPO73304D (Digital Phosphor Oscilloscope) und DSA73304D (Digital Serial Analyzer) warten mit einer Bandbreite von 33 GHz auf, und die Varianten DPO72504D und DSA72504D bieten eine Bandbreite von 25 GHz. Die empfohlenen Verkaufspreise reichen von 186.000 Euro beim DPO72504D bis 260.000 Euro beim DSA73304D. Entsprechende »TekConnect«-Adapter mit 33 GHz Bandbreite werden ebenfalls bereitstehen. Die bisherigen Tektronix-Spitzenmodelle DPO72004C und DSA72004C erreichen »nur« 20 GHz Bandbreite, aber schon die maximale Abtastrate der »Neuen« von 100 bzw. 50 GSample/s.

Das gesamte Oszilloskop-Frontend ist in einem Multi-Chip-Modul von IBM integriert, das im SiGe-8HP-BiCMOS-Prozess des US-Unternehmens hergestellt wird. Es ermöglicht eine überaus kurze Anstiegszeit von 9 ps, was die Messung von Signalanstiegszeiten unter 20 ps gestattet. Die Eingangsempfindlichkeit beträgt 62,5 mV/div, so dass hohe Transparenz bei Signalen mit niedriger Amplitude gegeben ist, wie sie bei Standards auf LVDS-Basis häufig sind. Messwertanalyse mit 8b/10b-Dekodierung serieller Daten ist möglich.

Die Geräte bieten einen Sampling-Oszilloskop-Modus mit einer maximalen Abtastrate von 10 TSample/s (Equivalent Time Sample Rate). Sie verfügen über eine neue Version des Jitter- und Timing-Analyse-Toolsets »DPOJET«, die die Separation von Bounded Uncorrelated Jitter (BUJ) unterstützt. BUJ ist eine Unterart von deterministischem Jitter und entsteht beim Übersprechen von Signalen über 10 GBit/s.

Weil, wie es hieß, 76 Prozent der Tektronix-Kunden Software von Fremdanbietern nutzen, verfügen die Geräte erstmals über »DataStore«, einen erweiterten Datenverarbeitungspfad. Mit Tools von Fremdanbietern, etwa Matlab oder .NET-Sprachen, können Anwender die Verarbeitungs-Algorithmen für Signaldaten direkt in das Anwendungs- und Anzeigesystem des Oszilloskops einfügen. Dies ermöglicht beispielsweise Deembedding-Methoden oder das Aufrufen benutzerdefinierter Filterfunktionen.

Die »TekConnect«-Adaptertechnik sorgt für eine optimale Einkopplung des Messsignals mit einer Bandbreite von bis zu 33 GHz. Sie erlaubt die Verwendung von 2,92-mm-Adaptern und Hochleistungs-Tastköpfen mit kleinen Tastkopfspitzen, was eine flexible und zuverlässige Verbindung zum Prüfling gestattet.