Messtechnik Solides Geschäftsjahr für Rohde & Schwarz

Rohde & Schwarz-Hauptsitz in München
Rohde & Schwarz blickt auf ein solides Geschäftsjahr 2015/2016 zurück.

Rohde & Schwarz erzielte im Geschäftsjahr 2015/16 (Juli bis Juni) einen Umsatz von rund 1,92 Milliarden Euro – das sind 5,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein leichtes Plus gibt es auch bei der Zahl der Mitarbeiter. Sie stieg im Jahresvergleich von 9900 auf 10.000.

Den größten Beitrag zum Konzernerfolg leistete erneut die Mobilfunkmesstechnik – und das trotz eines weiterhin verhaltenen Marktumfelds. Neue Impulse setzten laut einer Unternehmensmeldung Segmente wie 5G und das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT).  

Insgesamt erzielte die Messtechnik ein leichtes Wachstum gegenüber dem Vorjahr, unter anderem durch den weiteren Ausbau der Breitenmarkt-Aktivitäten und ein noch breiteres Oszilloskop-Portfolio. 

Überdurchschnittlich legte das Geschäftsfeld Automotive zu. Die zunehmende Vernetzung von Fahrzeugen untereinander sowie die Elektromobilität führen in der Automobilindustrie zu einem verstärkten Messbedarf. 

Der Aerospace & Defense-Markt zeigte sich, wie der Messtechnikmarkt insgesamt, stabil. 

Großaufträge aus der Rundfunk- und Medientechnik

In der Rundfunk- und Medientechnik hat sich Rohde & Schwarz inzwischen als Lösungsanbieter für die gesamte Wertschöpfungskette etabliert, angefangen bei der Postproduktion im Studio bis hin zur Aussendung des Rundfunksignals. Für die hochauflösenden Standards wie 4K oder, ganz neu, HDR steht eine komplette Produktpalette bereit. Vor allem die Encoding- und Multiplexing-Lösungen des Konzerns sind an Testbetrieben und ersten UHD-TV-Services beteiligt. 

In Deutschland ist Rohde & Schwarz im letzten Geschäftsjahr der Durchbruch in diesem hart umkämpften Markt gelungen. So entschied sich das ZDF bei der Einführung des neuen Videocodierstandards HEVC für das R&S AVHE100 Headend. 

Beim Pay-TV-Anbieter Sky ist Rohde & Schwarz sogar mit einer ganzen Produktpalette vertreten. Bei der Signalverarbeitung für die neuen UHD-Programme setzt Sky vom Ingest über Playout bis zum Headend Lösungen des Konzerns ein.

Mit seinen digitalen Sendern…

…konnte Rohde & Schwarz die globale Marktführerschaft verteidigen. Positiv wirkt sich hier der Übergang auf den leistungsfähigeren DVB-T2-Standard vor allem im europäischen Markt aus. 

Außerdem bleiben die angestammten Frequenzen für Rundfunkanwendungen bis mindestens 2030 erhalten und werden nicht an Mobilfunk vergeben. Dadurch wurde die notwendige Investitionssicherheit für die Senderkunden in aller Welt geschaffen.