Yokogawa Smarte Messdatenerfassung

SMARTDAC+ ist ein flexibles Messwerterfassungs- und Regelungssystem, bei dessen Entwicklung vor allem auf einfache Bedienung Wert gelegt wurde
SMARTDAC+ ist ein flexibles Messwerterfassungs- und Regelungssystem, bei dessen Entwicklung vor allem auf einfache Bedienung Wert gelegt wurde

Für den einfachen Umgang mit großen Datenmengen hat Yokogawa die »SMARTDAC+«-Serie entwickelt. Der Leitfaden für das Konzept lautet: smarte Bedienung, smarte Architektur und smarte Funktionalität.

Die ersten Mitglieder der neuen Datenrekorder-Familie von Yokogawa sind die beiden für mobile Anwendungen ausgelegten Modelle GP10 und GP20 sowie die Varianten GX10 und GX20 im 144 x 144 oder 288 x 288 mm² großen Einbaugehäuse.

Die Bedienung der modular aufgebauten Geräte ist denkbar einfach, denn auf der Frontplatte gibt es nur zwei Tasten: Eine für den Start/Stopp der Aufzeichnung und eine zum Aufruf des Menüs. Die Menü-Taste öffnet das mit Symbolen versehene Menü zur Navigation und Konfiguration. Über 20 frei programmierbare Favoriten gelangt der Anwender schnell zu den wichtigsten Daten, Funktionen oder Einstellungen.

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»SMARTDAC+«: Smart in der Architektur, Funktionalität und Bedienung

»SMARTDAC+«: Smart in der Architektur, Funktionalität und Bedienung

Die Messwerte werden als Kurven, Balken, Zahlen und in Übersichten auf dem patentierten Bildschirm angezeigt. Der berührungsempfindliche, mit resistiver Technologie ausgestattete Screen ist gut ablesbar und per Fingerzeig einfach zu bedienen, sogar mit Handschuhen. Das erleichtert es dem Anwender auch, historische Daten einzusehen, denn dazu braucht er lediglich mit einer Wischbewegung des Fingers in den Daten zurück zu scrollen.

Zur aussagekräftigen Dokumentation kann der Anwender neben den herkömmlichen Texten mit dem Finger oder einem Stift direkt auf den Bildschirm schreiben und zeichnen. Die Bemerkungen werden wahlweise zusammen mit den Messdaten oder als separate Bilddatei gespeichert.

Modularer Aufbau

Dank des modularen Aufbaus der SMARTDAC+-Serie lassen sich die Systeme einfach erweitern. Für die flexible Anpassung an die jeweilige Messaufgabe sorgen verschiedene Ein- und Ausgangsmodule. Zum Start der neuen Familie bringt Yokogawa zunächst drei I/O-Module auf den Markt: universelle analoge Eingänge, digitale Eingänge und Relaisausgänge.

Die universellen Eingänge erlauben eine für jeden Kanal individuelle Konfiguration und die Auswahl aus diversen Thermoelementen, PT100, Spannungen, Logiksignalen, potentialfreien Kontakten oder 20-mA-Schleifen mittels Shunt. Für Anwendungen mit vielen Steuerleitungen gibt es Module mit 16 digitalen Eingängen. Der Anwender kann jedem Kanal einen Namen geben, bei den digitalen Eingängen lassen sich sogar die Zustände mit Klartext anzeigen. Ergebnisse von Auswertungen oder Alarmen können über Relaiskontakte an die Peripherie weitergegeben werden.

Mit drei oder zehn Modulen in einem Gerät kann der Anwender bis zu 100 analoge oder 160 digitale Eingänge verwenden. Damit erreicht Yokogawa die höchste Kanaldichte am Markt. Wer noch mehr braucht, kann mit externen Kanälen über Modbus erweitern.

Fernbedienung und -beobachtung

Jedes Gerät bietet standardmäßig eine Ethernet-Schnittstelle, die den schnellen Zugang zur Messung, zu den Daten oder der Konfiguration ermöglicht. Der integrierte Webserver überträgt die Messdaten als Kurve, Digitalwert oder Balken in Echtzeit auf jeden Rechner mit Web-Browser. Dateien werden automatisch mittels FTP übertragen, Emails informieren über Messdaten und Systemzustände (z.B. Spannungsausfall, Alarme, etc.). Mit dem Internet-Browser kann der Anwender die Messung in Echtzeit verfolgen, aber auch zurückscrollen in die Historie. Für Dateien im PC stellt Yokogawa die Viewer Software GA10 als kostenlosen Download zur Verfügung. Sie ermöglicht die Anzeige und den Export der Messdaten ebenso wie die Bearbeitung aller Einstellungen online und offline.

Die Konfiguration der Geräte erfolgt entweder in der Baumstruktur am Touchscreen des Gerätes, online im Internet Explorer oder mittels einer kostenlosen Hardware-Konfigurator-Software. Einstellungen lassen sich per »Copy & Paste« zwischen dem Gerät und Excel hin und her bewegen. Damit lassen sich große oder komplexe Settings mit Excel bereits vorbereiten.

Auswertung und Analyse

Das optionale Mathematikpaket erlaubt Berechnungen und Analysen in Echtzeit. Dabei lassen sich arithmetische direkt mit relationalen, logischen und statistischen Funktionen kombinieren. Auf die Rechenergebnisse können auch Alarme angewendet werden - für jeden Mess- und Rechenkanal bis zu vier verschiedene.

Berichte oder Protokolle werden direkt im Messgerät erstellt - als Excel- oder PDF-Datei - und automatisch auf einem Netzwerkdrucker ausgedruckt. Über eine kostenlose Software lassen sich Vorlagen für automatische Berichte erstellen.

Die Messdaten werden in der Regel binär gespeichert, weil sie wesentlich kleinere und manipulationsgeschützte Dateien ergeben. Am PC lassen sich diese auch nach Excel oder ASCII konvertieren. Auf Wunsch werden alle Messungen auch im Gerät als Textdaten im ASCII-Format gespeichert, was beim direkten Import in andere Analysesoftware von Vorteil ist.