Neue Arbiträr-/Funktionsgenerator-Serie von Yokogawa Signale von 0,01 µHz bis 30 MHz erzeugen

Zwei neue Arbiträr-/Funktionsgeneratoren ergänzen künftig das Produktportfolio von Yokogawa: Das einkanalige Modell FG410 und die Zweikanal-Variante FG420. Beide erzeugen Signale im Frequenzbereich von 0,01 μHz bis 30 MHz mit einer Ausgangsspannung von bis zu 20 V Spitze-Spitze.

Die beiden Modelle der FG400-Serie stellen 25 verschiedene Arten von anwendungsspezifischen Signalen zur Verfügung, wie sie beispielsweise zur Evaluierung der Ansprechcharakteristik mechanisch/elektrischer Schaltungen und zur Emulation von Stromversorgungsschaltungen gefordert sind. Dank ihrer potentialfreien Ausgangskanäle eignen sie sich zudem für den Einsatz in der Entwicklung massefreier Schaltungen in der Leistungselektronik.

Standardmäßig bieten die Generatoren die grundlegenden Signalformen wie Sinus, DC, Rampe, Rechteck und Puls. Zusätzlich stehen praxisgerechte Funktionen für Wobbeln (Frequenz, Phase, Amplitude, DC-Offset und Tastverhältnis), Modulation (FM, FSK, PM, PSK, AM, DC-Offset und PWM) und Burst (Auto, Trigger, Gate und Triggered Gate) zur Verfügung.

Die neuen Generatoren können bis zu 128 beliebige Signalformen mit bis zu 512 kW pro Signal erzeugen und im internen nicht-flüchtigen Speicher ablegen, wobei Anwender die Signale wahlweise mit dem FG400 oder mit der kostenlos mitgelieferten Editor-Software erstellen können. Darüber hinaus lassen sich Sequenzen verschiedener Signalmuster generieren und durch die Programmierung von Parametern verändern. Zudem können die neuen Modelle beliebige Signale erstellen, die wiederum auf mit anderen Messgeräten erfassten Signalen basieren. So lassen sich beispielsweise mit Hilfe der Editier-Software Signale, die mit einem ScopeCorder DL850E oder Mixed-Signal-Oszilloskop DLM4000 von Yokogawa aufgenommen wurden, auf einem PC analysieren, um anomale Signale zu finden. Der anomale Teil kann ausgeschnitten, gespeichert und mit dem FG400 erzeugt werden.

Die beiden Ausgangskanäle des Zweikanal-Modells FG420 lassen sich bei Bedarf koppeln. In diesem Modus ändern sich beide Ausgangssignale, sobald einer der Kanäle geändert wird. Insgesamt lassen sich bis zu sechs Geräte verknüpfen und synchronisieren, so dass ein System mit maximal zwölf Ausgabekanälen entsteht. Die Phase der einzelnen Kanäle wird auf das Master-Gerät synchronisiert, bleibt jedoch einzeln anpassbar. Über einen zusätzlichen Eingang lässt sich eine externe Frequenzreferenz anschließen, wie beispielsweise ein Rubidium-Frequenzstandard.

Die Benchtop-Geräte FG410 und FG420 sind 216 x 88 x 332 mm groß und wiegen etwa 2,1 kg. Die Bedienung erfolgt über Tasten auf der Frontplatte und den 3,5-Zoll-LCD-Bildschirm, auf dem alphanumerische Werte sowie die erzeugten Signale zu sehen sind.