Ausblick 2016 Sensorhersteller erwarten stabiles Marktwachstum

Dr. Wolfgang Schmitt, Bosch Sensortec: »Wir erwarten, dass 
der Wearables-Markt relativ 
am stärksten wachsen wird, 
auch wenn er noch weit hinter den Volumina der Smartphone- und Tablet-Märkte zurückliegt.«
Dr. Wolfgang Schmitt, Bosch Sensortec: »Wir erwarten, dass der Wearables-Markt relativ am stärksten wachsen wird, auch wenn er noch weit hinter den Volumina der Smartphone- und Tablet-Märkte zurückliegt.«

Consumer-Elektronik, IoT, Industrie 4.0, Medizin-, Sicherheits- und Fahrzeugtechnik – das sind die Wachstumstreiber für die Sensorikbranche 2016. Die vielfältigen Anwendungen bieten reichlich Potential – nicht nur für die großen Sensorhersteller, sondern auch für die teils hochspezialisierten kleinen Firmen.

»Aktuell wird das weltweite Marktvolumen in der Sensorik auf etwa 97 Milliarden US-Dollar geschätzt«, erklärt Dr. Martin U. Schefter, Vorstand von First Sensor. »Das Marktwachstum lag in der Vergangenheit bei neun Prozent pro Jahr und soll sich auf ähnlichem Niveau fortsetzen.« Dabei sei der Markt insgesamt sowohl produkt- als auch herstellerseitig von einer hohen Fragmentierung geprägt. »Innerhalb der großen Zahl von Herstellern finden sich sowohl kleine Nischenplayer als auch Großkonzerne mit eigenen Sensorsparten. Kein Unternehmen besetzt jedoch eine marktführende Stellung – das ist angesichts der großen Produkt- und Anwendungsvielfalt auch nur schwer möglich. Dennoch kann ein Anbieter innerhalb einzelner Anwendungsbereiche mit den richtigen Alleinstellungsmerkmalen eine führende Position erreichen. Das hohe Marktwachstum der Branche bietet in Verbindung mit einem anhaltenden technologischen Fortschritt auch kleinen, spezialisierten Unternehmen Raum.«

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Das sagen die Experten

Die Sensorhersteller erwarten ein stabiles Marktumfeld für 2016

Von einem grundsätzlich stabilen Marktwachstum geht auch Dr. Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender der Sick AG aus. Dennoch gelte es, die geopolitischen Risiken sowie die Probleme der Finanzmärkte nicht zu übersehen, auf die es gegebenenfalls kurzfristig zu reagieren gelte. Gut beraten ist, wer breit aufgestellt ist: »Dank des breiten Lösungsangebots mit Produkt-, System- und Servicekompetenz gleichen sich die verschiedenen Zyklen der Branchen bei uns aus. Wir erwarten im Jahr 2016 in den verschiedenen Industriebranchen keine extremen Abweichungen nach unten, aber auch nicht nach oben.«