Yokogawa: Oszilloskop plus Rekorder ScopeCorder geht in die nächste Generation

Zwei Steckplätze bieten ausreichend Platz für unterschiedlichste Messmodule
Zwei Steckplätze bieten Platz für unterschiedlichste Messmodule

Kompakt, leicht und modular, mit resistivem 8,4“-Touchscreen und optional auch akkubetrieben – damit ist der neue ScopeCorder DL350 von Yokogawa prädestiniert für den multifunktionellen Messbetrieb im Feld.

Yokogawa führt seine ScopeCorder-Serie in die nächste Generation. Wie sein „großer Bruder“ DL850 ist auch der DL350 dafür konzipiert, unterschiedlichste elektrische und physikalische Signale zu erfassen, sie anzuzeigen, aufzuzeichnen und zu analysieren.

Dazu kombiniert der ScopeCorder die Vorteile eines Oszilloskops (z.B. schnelle Abtastung, History-Speicher) mit denen eines Datenerfassungsgeräts (z.B. mehrere, galvanisch isolierte Kanäle, lange Aufzeichnungsdauer) und denen eines Analysators (Mess-Cursoren, Filter, Mathematik, FFT, automatische Messwerte, etc.) in einem tragbaren Transientenrekorder. 

Dank seines modularen Aufbaus…

...lässt sich der DL350 individuell auf unterschiedlichste Applikationen konfigurieren – sei es für eine direkte Spannungsmessung oder für einen Signal-Mix, der beispielsweise von Stromzangen, Temperatursensoren, Dehnungsmessstreifen, Beschleunigungsaufnehmern oder seriellen Bussen stammt. Dazu braucht der Anwender nur die beiden integrierten Steckplätze in beliebiger Kombination mit zwei der 18 zur Wahl stehenden Module zu bestücken.

Unter Verwendung des gleichen Modultyps…

...sind beispielsweise bis zu acht isolierte Spannungskanäle mit 1 MSample/s oder vier isolierte Spannungskanäle mit 100 MSample/s realisierbar. Nutzt man unterschiedliche Modultypen, lassen sich z.B. vier isolierte Spannungen mit 1 MSample/s gleichzeitig mit 16 Temperaturen erfassen. Zusätzlich stehen standardmäßig im Grundgerät zwei 8-Bit-Logikeingänge zur Verfügung. Alle Module des DL850 passen auch in den DL350 hinein.

Der DL350 bietet einen Rekorder- und einen Scope-Modus….

...Der Rekorder-Modus eignet sich für kontinuierliche Langzeitaufzeichnungen von bestimmter Dauer und für Einsätze mit spezifiziertem Abtastintervall. Ein Konfigurations-Assistent leitet den Anwender durch das Setup. Im Scope-Modus wird der DL350 wie ein Oszilloskop bedient – mit allen Vorteilen wie etwa kombinierte Triggermöglichkeiten und flexibler Speichereinsatz. Mit dem History-Speicher können bis zu 1000 getriggerte Ereignisse im internen Speicher automatisch abgelegt werden, so dass sich die Ursachen und Auswirkungen von Fehlerereignissen genau analysieren lassen.

Anwender haben die Wahl…

...zwischen einer einfachen Triggerung oder erweiterten Triggermöglichkeiten wie Pulsbreite, Periode und Triggerkombinationen über mehrere Kanäle. So ist z.B. der „Kurvenfenster-Trigger“ (Wave Window Trigger) ideal für die Überwachung von Wechselspannungen und ermöglicht die einfache Erfassung von Spannungsabfällen, Überspannungen, Spitzenwerten, Phasenverschiebungen oder Dropouts (40 bis 1000 Hz). Anschließend bietet die Funktion „Aktion bei Triggerung“ die Möglichkeit, z.B. die Messdatei automatisch zu speichern oder im Fehlerfall eine E-Mail zu senden.

Speziell in Hinblick auf den Einsatz…

...als portables Messgerät beispielsweise für die Wartung und Abnahme von Maschinen, wurde eine Leistungsfunktion für Ein- und Dreiphasensysteme integriert. Zusätzlich können für Grundschwingungen von 50 oder 60 Hz die Harmonischen bis zur 40ten Ordnung analysiert werden. Alternativ ist mit der FFT-Funktion eine vollständige Frequenzanalyse durchführbar. 

Bis zu 5 GWorte pro Steckplatz…

...können direkt auf einer SD-Karte abgelegt werden. Dadurch eignet sich der DL350 für die kontinuierliche Datenaufzeichnung bis zu 50 Tage. Um kurze transiente Ereignisse wie etwa Überlagerungen bei Umrichtersignalen zu erfassen oder Flanken von Steuersignalen zu messen, steht ein Speicher für 100 MWorten pro Steckplatz bereit.