Jahresabschluss 2012 Rekordjahr für Sick

Sick hat das Geschäftsjahr 2012 mit Höchstwerten bei Umsatz, Auftragseingang, EBIT und Jahresergebnis abgeschlossen.

2012 war das bislang auftragsstärkste Jahr für den Sick-Konzern: Mit einem Auftragseingang von 994,9 Mio. Euro wurde der Wert aus dem Rekordjahr 2011 um 7,9 Prozent übertroffen. Auch der Umsatz erreichte zum Ende des Geschäftsjahres 2012 einen neuen Höchststand und lag mit 971,3 Mio. Euro um 7,6 Prozent über dem Vorjahr. Gewachsen ist auch das Konzern-Jahresergebnis: 58,9 Mio. Euro bedeuten einen Zuwachs von 13,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (52 Mio. Euro).

Der asiatisch-pazifische Raum war trotz etwas geringerer Zuwachsraten auch im Jahr 2012 der wichtigste Wachstumsmarkt für Sick. Deutschland stellte trotz Euro-Krise seine relative Stärke unter Beweis und steigerte den Umsatz um 7,9 Prozent auf 233 Mio. Euro. Die EMEA-Region entwickelte sich aufgrund der Schwäche einiger europäischer Länder verhalten: Der Umsatz lag mit 377,2 Mio. Euro um 3,2 Prozent über dem Vorjahreswert (364,5 Mio. Euro).

Entwicklung der Segmente

Sick unterteilt die Geschäftstätigkeit des Konzerns in die Segmente Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation.

  • Fabrikautomation

Das Segment Fabrikautomation schloss das Geschäftsjahr 2012 mit einem Umsatz in Höhe von 559,8 Mio. Euro ab - das sind 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr (525,2 Mio. Euro). An dieser Entwicklung hatte insbesondere die hohe Nachfrage von Automobilherstellern und -zulieferern nach Sensorik für den Produktionsprozess großen Anteil.

In der Konsumgüterindustrie ist der Sick-Konzern in allen Kundensegmenten gewachsen. Die Elektronik- und Solarindustrie sowie die Antriebstechnik blieben dagegen hinter den Werten aus dem Vorjahr zurück.

  • Logistikautomation

Erfreulich verlief die Geschäftsentwicklung innerhalb des Segments Logistikautomation. Der Segmentumsatz lag zum Jahresschluss bei 227,3 Mio. Euro. Nach 214 Mio. Euro Umsatz im Vorjahr ist das Segment damit um 6,2 Prozent gewachsen. Hier konnte Sick vor allem bei der Ausstattung des Einzelhandels und von Flughäfen kräftig zulegen. Dazu hat besonders der steigende Bedarf an Self-Bag-Drop-Systemen an deutschen Flughäfen beigetragen.

  • Prozessautomation

Seine Wachstumschancen am besten genutzt hat im Geschäftsjahr 2012 das Segment Prozessautomation: Der Umsatz wuchs von 163,5 Mio. Euro im Vorjahr um 12,7 Prozent auf insgesamt 184,2 Mio. Insbesondere die Bereiche Müllverbrennung und Recycling sowie die Ausstattung von Dieselkraftwerken und Schiffen mit Emissionsmesssystemen haben sich sehr gut entwickelt.

Gewachsen sind auch die chemische Industrie und der Bereich Mining, wo immer mehr Betreiber auf Systemlösungen von Sick setzen, um die Sicherheit ihrer Minen zu gewährleisten. Sogar um ein Drittel zulegen konnte die Prozessautomation im Kerngeschäft Ultraschall-Durchflussmessung für Erdgaspipelines.

Mitarbeiterzuwachs

Trotz des immer intensiver werdenden Wettbewerbs um die »besten Köpfe« konnte Sick im abgelaufenen Geschäftsjahr 449 neue Mitarbeiter für das Unternehmen gewinnen, um den Wachstumskurs bewältigen zu können. Im April wurde der 6000ste Mitarbeiter begrüßt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 beschäftigte der Konzern insgesamt 6302 Mitarbeiter. Das sind 7,7 Prozent mehr als zum Jahresende 2011.

Forschung und Entwicklung

Das Investment in Forschung und Entwicklung liegt im Sick-Konzern seit vielen Jahren auf konstant hohem Niveau. Im Geschäftsjahr 2012 wurden 93,5 Mio. Euro (Vorjahr: 80,4 Mio. Euro) investiert. Dies entspricht 9,6 Prozent des Umsatzes (Vorjahr: 8,9 Prozent).

Ausblick

Auch 2013 sorgen nach Überzeugung des Managements die wirtschaftlichen Unwägbarkeiten dafür, dass sich viele Branchen einem großen Druck hin zur Rationalisierung von Produktions- und Logistikabläufen ausgesetzt sehen. Investitionen werden oft nur dann getätigt, wenn sie zur Leistungssteigerung oder Ressourcenschonung beitragen. Dies gilt für alle Zielbranchen des Sick-Konzerns.

Die Prognose für die Entwicklung des Sick-Konzerns im Jahr 2013 fällt trotz der verhaltenen Geschäftsentwicklung im ersten Quartal vorsichtig optimistisch aus. »Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir aufgrund der derzeitigen konjunkturellen Entwicklung von einem leichten einstelligen Wachstum aus«, erklärt Dr. Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender der Sick AG. »Jenseits dieser wirtschaftlichen Berg- und Talfahrten fühlen wir uns mit unserem Produkt- und Leistungsportfolio und unseren kompetenten Mitarbeitern für die Anforderungen von Märkten und Kunden bestens gerüstet.«