Fertigungsmesstechnik Rekordjahr für Mahr

Stephan Gais, Geschäftsführer von Mahr: »Wir gehen davon aus, dass wir spätestens im nächsten Jahr wieder auf unseren Wachstumspfad zurückkehren.«
Stephan Gais, Geschäftsführer von Mahr: »Wir gehen davon aus, dass wir spätestens im nächsten Jahr wieder auf unseren Wachstumspfad zurückkehren.«

Die Mahr-Gruppe blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer Firmengeschichte zurück. Die Prognosen für das laufende Jahr sind zurückhaltend, doch im spätestens Jahr 2014 will die Konzernleitung wieder zurück auf Wachstumskurs sein.

Mahr  erreichte 2012 einen Jahresumsatz von 215 Mio. Euro und erzielte damit das beste Ergebnis seit der Gründung im Jahr 1861. Doch auch an der erfolgsgewöhnten Mahr-Gruppe geht die wirtschaftliche Unsicherheit nicht spurlos vorbei: »Nach dem neuerlichen Rekordjahr befindet sich die Mahr-Gruppe im Jahr der Konsolidierung«, sagt Stephan Gais, Geschäftsführer von Mahr. »Denn aufgrund der weltweiten Staatsschulden- aber auch der Eurokrise, sind unsere Kunden verunsichert und insbesondere in Südeuropa und Deutschland halten sie sich mit Erweiterungsinvestitionen zurück. In den USA und auch in Asien sind wir dagegen weiterhin auf dem Wachstumspfad – wenn auch nicht so stark wie gedacht.«

Die Rahmenbedingen spiegeln sich auch in der derzeitigen Situation bei Mahr wider. Stephan Gais: »Wir haben deshalb unsere Erwartung – trotz besserer Aussichten für das zweite Halbjahr – zurückgenommen und erwarten gegenüber dem Vorjahr eine Konsolidierungsphase und Stagnation. Entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung und Aktivierung unserer Potentiale haben wir in den letzten Wochen erarbeitet und setzen sie derzeit um.«

Neue Firmierung

In Deutschland stellte sich Mahr mit einer neuen Firmierung noch stärker auf. In der neuen »Mahr GmbH« vereint das Unternehmen seit 2013 die drei Standorte in Deutschland: Esslingen, Göttingen und Jena. Dadurch wurde erreicht, dass diese Standorte weiter zusammenwachsen, Synergien genutzt und Kunden noch schneller beliefert werden. Am Standort Jena hat sich Mahr auf die Entwicklung optischer Messgeräte konzentriert. Der Vertrieb und das Produktmanagement für Verzahnungstechnik sind nach Göttingen verlagert. Zudem investierte Mahr in den Umbau der Kundenzentren in Esslingen und Wolnzach. Großen Wert legt Mahr auch weiterhin auf die Ausbildung: In Göttingen wurde 1 Million Euro in ein neues Ausbildungszentrum investiert.

Die Zukunft Mahr will auch in Zukunft wachsen und hat sich die »Vision 300« als Ziel gesetzt. »Wir bleiben bei unserer mittelfristigen Erwartungshaltung von einem jährlichen Umsatzvolumen von 300 Millionen Euro«, so Gais. »Dabei gehen wir davon aus, dass wir spätestens im nächsten Jahr wieder auf unseren Wachstumspfad zurückkehren.«

Die Produkte werden zukünftig vermehrt aus modularen Komponenten entwickelt und das Produktportfolio auf die Zielapplikationen ausgerichtet. Zudem wird die Produkt- und Servicequalität weiter ausgebaut. Dazu soll die Prozessqualität auf Top-Niveau gesichert werden.