Messtechnik / CeramOptec Prüfstand zur LWL-Qualitätskontrolle

Ein von CeramOptec entwickelter Prüfstand erleichtert Faserherstellern und Konfektionären die Qualitätskontrolle an Multimode-Lichtwellenleitern - von unverkleideten Glasfasern über Fasern mit Primär- und Sekundär-Coating bis hin zu fertig konfektionierten LWL-Kabeln.

Dabei ermittelt das neue CeramOptec-Prüfsystem die Numerische Apertur (NA) und die Aufweitung (FRD) der Faser sowie die Zentrizität des austretenden Lichtkegels.

Als Lichtquelle fungiert eine 565-nm-LED, deren NA durch Austausch ihres Mikroskop-Objektivs verändert werden kann. Als Detektor kommt eine 6144-Pixel-Zeilenkamera zum Einsatz, die auf motorisierten Lineartischen montiert ist.

Zur Kontrolle der NA einer Faser koppelt die LED mit einer NA in den Faserkern ein, die die vorgesehene NA des Prüflings übersteigt; soll dagegen die FRD überprüft werden, wird mit einer niedrigeren NA eingekoppelt.

Die Kamera tastet die am Faserende austretenden Lichtkegel ab, und anhand der ermittelten Kegeldurchmesser bestimmt ein in den Prüfstand integrierter Rechner die NA- und FRD-Werte der Faser.

Zudem werden die Daten in grafische Darstellungen umgerechnet, die anzeigen, inwieweit das Zentrum des Lichtkegels von der Idealposition abweicht. Damit lässt sich feststellen, ob Fasern unzulänglich verklebt oder konfektioniert wurden oder ob die Politur der Endflächen fehlerhaft ist.

Die Betriebssoftware des Prüfstands wurde mit QT auf Open Source Basis in C++ erstellt, was eine unkomplizierte Pflege der Software gewährleistet. Zudem lassen sich individuelle Konfigurationen und Erweiterungen vornehmen.