Prüftechnik Schneider & Koch Premiere für Inline-automatisiertes LED-Testsystem

Testsystem »LaserVision LED« von Prüftechnik Schneider & Koch
Testsystem »LaserVision LED« von Prüftechnik Schneider & Koch

Pünktlich zur productronica präsentiert Prüftechnik Schneider & Koch als Weltneuheit das Testsystem »LaserVision LED« für die 100-prozent-Prüfung von LED-Baugruppen in der Fertigungslinie im Serientakt. Es umfasst sowohl die AOI- als auch die komplette elektrische Prüfung sowie aus der Kombination resultierend auch die Prüfung der optischen Messgrößen der betriebenen LEDs.

Das neue Testsystem LaserVision LED prüft komplette LED-Baugruppen inklusive der Bauteile automatisch auf Bestückung, Lötstellen, Kurzschlüsse, Polaritäten usw. Zusätzlich sind unter Spannung photometrische Prüfungen möglich. Zum Einsatz kommt hierbei die in dieser Form bislang noch nicht gesehene Kombination aus photometrischer Messung und Kamerainspektion unter Linientaktbedingungen.

LED-Leuchten können komplett als Endprodukte und/oder auch in unterschiedlichen Fertigungsständen geprüft werden. Die Abmessungen der zu prüfenden Baugruppen, die häufig auch als Mehrfachnutzen gefertigt werden, können bis zu 600 x 600 mm betragen. Damit sind auch typische Deckenleuchtenfelder abgedeckt, wobei das Unternehmen den Zielmarkt ganz klar auch bei Fertigungsdienstleistern sowie in der Automobilbranche sieht. Die Prüfung erfolgt jeweils auf Einzel-LED-Ebene.

Beim Prüfvorgang werden die LEDs auf dem Prüfling mit der nötigen Versorgungsspannung angesteuert. Zur Bestimmung der Sollwerte werden im Vorfeld Prüflinge mit typischen Werten mittels einer photometrischen Messung aufgenommen. Dieses Einmessen soll in der nächsten Entwicklungsstufe auch automatisch direkt im Prüfsystem erfolgen, wobei die Messwerte als Parameter im Testprogramm abgelegt werden. Dieser Vorgang kann jederzeit (z.B. zu Beginn einer Schicht oder bei Produktwechsel) wiederholt werden.

Das auf diese Weise abgeglichene Kamerasystem kann nun im Produktionsbetrieb die laufende Fertigung der LEDs auf die Einhaltung der Toleranzen hin überwachen und abweichende Prüflinge an einer Reparaturstation anzeigen bzw. direkt aussortieren. Weil im Serientakt die Messung mittels einer Kamera durchgeführt wird, können Testzeiten umgesetzt werden, die für den Serientakt geeignet sind. Prüfansätze mit Lichtmesstechnik liegen in der Regel wesentlich höher und sind somit eher nicht für die Großserienfertigung geeignet. In der Praxis wurden z.B. für einen 48-fach Nutzen ca. A4-Format-Testzeiten für die 100%-Prüfung von kleiner 20 Sekunden erreicht.

Die prüflingspezifischen Wechselkassetten inklusive Schnittstelle für die Übergabe der elektrischen Signale ist im Basissystem mit 64 Kontakten ausgelegt. Sie ist jedoch im Vollausbau auf bis zu 1536 Pins erweiterbar.

Im Grundsystem ist ein DMM für die Messaufgaben und eine Source Measurement Unit (SMU) für die Prüflingsversorgung integriert. Weitere Mess- und Stimuli-Funktionen bis hin zur parallelen Onboard-Programmierung sind möglich.

Durch die Möglichkeit, das System auch als reines AOI-System zu nutzen, ist ein schneller Return of Invest (ROI) sicher. Durch die sehr hohe Prüftiefe in einer Prüfzelle besteht wenig Platzbedarf in der Fertigung.

Die einheitliche Softwarelösung für die einzelnen Prüftechnologien sowie dem Reparaturplatzkonzept bringt beste Performance und einen Wettbewerbsvorteil für produzierende Unternehmen.


Prüftechnik Schneider & Koch auf der productronica 2015: Halle A1, Stand 269