Bosch-Fab in Dresden Politik fördert Chipfertigung von Bosch

Blick in die Chip-Fertigung von Bosch
Blick in die Chip-Fertigung von Bosch

Der Bund fördert die geplante Chipfabrik von Bosch in Dresden mit bis zu 200 Mio. Euro in den nächsten drei Jahren.

(dpa) – Für eine »digitale Souveränität« Europas müssten Schlüsseltechnologien wie Halbleiter auch hier produziert werden, sagte Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium.

Es sei eine grundsätzliche Entscheidung, die Produktion der Chips in eigener Hand zu behalten, erklärte Dirk Hoheisel, Geschäftsführer von Bosch. Andere Unternehmen wie zum Beispiel Apple entwickeln zwar auch eigene Chips, aber lassen sie dann von Auftragsfertigern herstellen.

Bosch  but die neue 300-mm-Fab für rund 1 Mrd. Euro in Dresden, um dort Chips für vernetzte Geräte im Internet der Dinge sowie für die Autoindustrie produzieren. Die Fördergelder alleine seien nicht ausschlaggebend gewesen, erklärte Dirk Hoheisel: »Wir haben wirklich weltweit geschaut und uns dann für Dresden entschieden.« Die Nähe zu Forschungseinrichtungen und die Erfahrung der Region im Halbleiterbereich hätten dabei eine große Rolle gespielt.

Die Politik zeigt sich über die Entscheidung von Bosch begeistert: Regierungssprecher Steffen Seibert sprach von einem starken Signal für den Industriestandort Deutschland und für Europa. Er sagte, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüße ausdrücklich, dass mit der Investitionsentscheidung neue hochinnovative Arbeitsplätze geschaffen und ein klarer Akzent für eine moderne Industrie in Deutschland im Internet-Zeitalter gesetzt werde. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich dankte Bosch für das Vertrauen in den Standort.