Yokogawa OTDR-Modul für Glasfaser-Überwachungssysteme

Das AQ7277B von Yokogawa ist ein Hochleistungs-OTDR-Modul für den Einsatz in Remote-Fibre-Test-Systemen.
Das RFTS-OTDR-Modul AQ7277B bietet Yokogawa in zwei Varianten für Wellenlängen von 1550 und 1650 nm an.

Für den Einsatz in Glasfaser-Überwachungssystemen – so genannten Remote-Fiber-Test-Systemen – hat Yokogawa das Optical-Time-Domain-Reflectometer-(OTDR)-Modul AQ7277B entwickelt.

Die Hardware der neuen Module basiert auf dem OTDR AQ7280 von Yokogawa, das mit einer hohen optischen Leistung, einer kurzen Totzone von 0,6 m typisch und einem Dynamikbereich von bis zu 50 dB punktet. 

Im Vergleich zum Vorgänger ist das neue Modul um ca. 60 % kleiner in den Abmessungen,  was die Integration in das RFTS vereinfacht; inzwischen ist es nur noch 230 × 50 × 140 mm groß und wiegt etwa 1 kg.

Die AQ7277B-Familie umfasst zwei Modelle, die beide standardmäßig mit einer Ethernet-Schnittstelle (10BASE-T/100BASE-TX) ausgestattet sind. 

Das AQ7277B-B01…

…führt Messungen bei einer Wellenlänge von 1650 nm durch und hat damit keinen Einfluss auf die Kommunikationswellenlängen von 1310/1490/1550 nm. Es ist mit einem integrierten Cutoff-Filter ausgestattet, um es von Netzbetriebswellenlängen unterhalb von 1650 nm zu isolieren. Dadurch lassen sich genaue Messungen auf in Betrieb befindlichen Leitungen durchführen. Das Modell wurde speziell für den Test von passiven optischen Netzwerken (PON) optimiert und ist in der Lage, durch die in modernen PON-Systemen verwendeten vielkanaligen Splitter hindurch zu messen. 

Das AQ7277B-B02…

…wurde für die Überwachung von Langstrecken-Glasfaserleitungen entwickelt, die Entfernungen von mehr als 200 km unter realen Umweltbedingungen überbrücken und einen Dynamikbereich von 50 dB erfordern. Das System arbeitet bei einer Wellenlänge von 1550 nm.

»Die Erkennung einer Faser-Degradation vor einem Ausfall sowie die Verkürzung der durchschnittlichen Reparaturzeit sind entscheidende Wettbewerbsvorteile«, sagt Terry Marrinan, Vice-President Test & Measurement Europe & South East Asia von Yokogawa. »Durch die bei der Lokalisierung und Isolierung des Faser-Bruchs eingesparte Zeit macht sich ein RFTS schnell bezahlt. Außerdem wird durch die bessere Quality of Service auch noch eine höhere Kundenzufriedenheit erreicht.«

Ein Remote Fibre Test System, kurz RFTS,…

…ist ein beispielsweise in einer Vermittlungsstelle installiertes Testsystem, das einzelne Fasern im Kabel von  Glasfaser-Fernleitungen oder auch lokalen Glasfasernetzen kontinuierlich überwacht. 

Das RFTS zeigt den Fehlerort auf einer elektronischen Karte und benachrichtigt das Wartungspersonal per E-Mail oder Telefon. Dadurch beschleunigt es die Identifizierung und Lokalisierung von Fehlern wie etwa erhöhte Dämpfung, Faser-Bruch oder das Eindringen von Feuchtigkeit und vereinfacht so die Instandhaltung. Außerdem ermöglicht es dem Wartungszentrum eine Prüfung der installierten Anlagen durch manuelle Ferntests während der Kabelinstallation.

Weil parallel mehrere Fasern automatisch geprüft werden können, lassen sich so Arbeitszeit und Kosten bei der Installation einsparen und der insgesamt notwendige Zeitaufwand deutlich verkürzen.