TÜV Süd Neues Prüfzeichen für Wearables

TÜV Süd hat zusammen mit der Wearable Technologies Group AG (WT AG) ein Programm zur Prüfung von Smartwatches und Fitnessbänder geschaffen.
TÜV Süd hat zusammen mit der Wearable Technologies Group AG (WT AG) ein Programm zur Prüfung von Smartwatches und Fitnessbänder geschaffen.

Eine Orientierung hinsichtlich der Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit nicht-professionell genutzter Wearables-Armbänder bietet ein neues Prüfzeichen des TÜV Süd. Es zeigt an, dass die Produkte auf relevante Qualitäts- und Sicherheitskriterien hin geprüft und für gut befunden wurden.

Gemeinsam mit der Wearable Technologies Group AG haben die Experten des TÜV Süd ein Programm zur Prüfung von Smartwatches und Fitnessbändern geschaffen, bei dem neben der mechanischen, technischen und chemischen Sicherheit auch Aspekte der Gebrauchstauglichkeit nach vorgegebenen und festgelegten Kriterien getestet werden.

So prüft der TÜV Süd Product Service die Armbänder beispielsweise auf die Empfindlichkeit des Schrittzählers, so dass Handbewegungen nicht als Schritte gezählt werden.

Mit dem Kriterium »Störsicherheit« wird sichergestellt, dass Hochspannungsleitungen, Weidenzäune, andere Pulsuhren und elektronische Geräte keinen Einfluss auf die Messungen haben.

Außerdem sind beispielsweise die GPS-Genauigkeit, die Armbandbefestigung und der Verschluss sowie die Stoß-, Kratz- und Sturzbeständigkeit Bestandteil der Tests.

Neben dem Produkt als solches werden auch die Fertigungsstätten überwacht.

Besondere Bedeutung der persönlichen Sicherheit

»Der Markt für Wearable Technologies boomt«, so Asli Solmaz-Kaiser, Leiterin Elektrik und Elektronik (ENE) International bei TÜV Süd Product Service. »Die Verbraucher tragen die Geräte rund um die Uhr, damit erhält die Frage der persönlichen Sicherheit eine besondere Bedeutung. Das neue TÜV-Süd-Prüfzeichen soll Kunden hier eine Orientierung bieten. Damit sorgen wir nicht nur auf Seiten der Verbraucher, sondern auch auf Seiten der Hersteller für mehr Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Nur für nicht-professionell genutzte Armbänder

Besteht ein Armband die Prüfung anhand der vorgegebenen Kriterien, erhält es das TÜV-Süd-Prüfzeichen. Dies gilt allerdings nur für Wearables-Armbänder, die zur nicht-professionellen Nutzung gedacht sind. Produkte, für den medizinischen oder therapeutischen Einsatz werden – genau wie zugehörige Apps – bei dieser Prüfung nicht abgedeckt.

Die Kriterien wurden anhand zahlreicher Prüfnormen entwickelt, beispielsweise EN 60950-1:/A2, Prüfmodul ID 55177, EN  60529 und EN 60065.

Weitere Informationen hierzu gibt es auf der Wearables-Detailseite des TÜV Süd.