Oszilloskope Neue Trigger- und Dekodier-Optionen

Manchester- oder NRZ-kodierte Busse triggern und dekodieren mit Oszilloskopen von Rohde & Schwarz
Manchester- oder NRZ-kodierte Busse triggern und dekodieren mit Oszilloskopen von Rohde & Schwarz

Rohde & Schwarz baut die Funktionen seiner Oszilloskop-Serien weiter aus und hat dazu nun gleich zwei neue Optionen für die Analyse Manchester- oder NRZ-kodierter sowie 8b10b-basierter Busse vorgestellt.

Die Trigger- und Dekodier-Option R&S RTx-K50 für die Oszilloskop-Serien R&S RTO und R&S RTE ist für die Fehlersuche an seriellen Protokollen mit Manchester- oder NRZ-Kodierung konzipiert. Sie deckt Datenraten bis 5 Gbit/s ab und unterstützt bis zu 50 unterschiedliche Telegrammformate, wobei das Format des seriellen Busses flexibel konfigurierbar ist. So kann der Anwender beispielsweise Präambel, Frame-ID, Daten, CRC und weitere Felder des Telegramms selber definieren.

Mit Hilfe der neuen Option kann der Anwender auf Telegramm- und Dateninhalte triggern, wobei die hardwareunterstützte Trigger-Implementierung beider Oszilloskop-Serien für hohe Erfassungsraten und minimale Blindzeiten sorgt.

Die dekodierten Protokollinhalte werden übersichtlich und farbig kodiert dargestellt. Durch die zeitliche Zuordnung zum analogen Signal lassen sich Fehler, die auf Probleme in der Signalintegrität beruhen, leicht erkennen. Zudem ist eine tabellarische Auflistung der Protokollinhalte möglich.

Mit dem Standard-Maskentest von bis zu 600.000 Tests pro Sekunde lässt sich mittels Augendiagramm die Signalqualität schnell überprüfen. Zudem unterstützen beide Oszilloskope-Serien von Rohde & Schwarz die Möglichkeit, bis zu vier verschiedene serielle Protokolle parallel zu dekodieren. 


Dekodierung 8b10b-basierter Busse
 
Für das Design, die Verifikation und die Fehlersuche an Baugruppen mit 8b10b-basierten Bussen ist die Dekodier-Option R&S RTO-K52 R&S-RTO-Oszilloskop ausgelegt. Kanal-, Entscheidungspegel- und Bitrateneinstellungen ermittelt das mittels der in der Option enthaltenen Full-Autoset-Funktion auf Knopfdruck. Alle diese Einstellungen lassen sich auch manuell nachregeln.

Die Dekodierung erfolgt auf Basis der aus der erfassten Messkurve zurückgewonnenen Taktrate und des 8b10b-spezifischen Bit-Alignments. Die so ermittelten Datensymbole und Kontroll-Wörter werden übersichtlich und farbig kodiert dargestellt. Zudem steht eine tabellarische Auflistung der Protokollinhalte zur Verfügung.

Mit der Such- und Navigationsfunktion innerhalb der 8b10b-Option lassen sich neben Dateninhalten auch Fehlerzustände wie zum Beispiel Disparity-Verletzungen schnell isolieren. Anwender können gezielt mit dem bis zu 128 Bit langen seriellen Patterntrigger des R&S RTO auf einzelne Bitsequenzen triggern.

Genaue Ergebnisse für Embedded-Clock-Signale erzielt man in Kombination mit der optionalen hardwarebasierten Taktdatenrückgewinnung des R&S RTO (RTO-K13 HW-CDR).