MSR Electronics Mini-Datenlogger auf Weltraum-Tour

Das Ladegut mit befestigten MSR165-Datenloggern wird in den Raumtransporter »Cygnus« verladen.
Das Ladegut mit befestigten MSR165-Datenloggern wird in den Raumtransporter »Cygnus« verladen.

Am 27. Oktober wird der Mini-Datenlogger MSR165 von MSR Electronics seine nunmehr vierte Reise zur Internationalen Raumstation ISS antreten. Er begleitet das unbemannte Versorgungsraumschiff »Cygnus« auf dem Weg dorthin und zeichnet dabei Schocks und Vibrationen auf dem Transportweg auf.

Besonders beim Start der Trägerrakete ist das Ladegut, das neben Lebensmitteln und medizinischen Bedarfsartikeln für die Astronauten auch Material für die Forschungsarbeit auf der Raumstation umfasst, hohen Belastungen, so genannten G-Kräften, ausgesetzt.

Die hochempfindlichen 3-Achsen-Beschleunigungssensoren der MSR-Datenlogger messen diese G-Kräfte während des gesamten Fluges ins All bis zum Andocken an die ISS und zeichnen sie im internen Speicher auf.

Aufgrund dieser Aufzeichnungen kann die Crew erkennen, ob kritische Belastungen auf dem unbemannten Flug auf die teilweise sehr empfindliche Fracht eingewirkt haben.

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MSR-Datenlogger überwachen den Frachtraum des Weltraum-Shuttles

MSR-Datenlogger überwachen den Frachtraum des Weltraum-Shuttles

»Diese kleinen Datenlogger liefern uns wirklich spektakuläre Daten«, so Michael Bain, ISS Cargo Integration and Operations Services Manager von der Orbital Sciences Corporation. »Wir können buchstäblich jedes physikalische Ereignis nachvollziehen, das auf den Transporter wirkt: vom Rollen auf die Abschussrampe, über die Rotation der Rakete in die Vertikale, die Zündung, den Abschuss, die Abtrennung des Hauptantriebs, die Separation der Stufen, die Zündung und das Ausbrennen der Oberstufe, die Abtrennung der Verkleidung bis hin zur Bewegung des Raumtransporters, während der Roboterarm der Raumstation ihn im Griff hat.«

Die Daten der MSR-Logger werden von den Astronauten auf der ISS via microSD-Karte auf dem PC ausgelesen und an die Orbital Crew zurück auf die Erde übermittelt. Orbital vergleicht die aufgezeichneten Daten mit vorgängig durchgeführten Modellberechnungen und Prognosen und übermittelt danach eine Analyse über die Ladegut-Belastungen als Best-Practice-Nachweis an die NASA.