Prüftechnik Schneider & Koch LED-Leiterplatten – Herausforderung für die Prüfprozesse

Ronald Block, Prüftechnik Schneider & Koch

Was die Prüfung der LED-Leiterplatten angeht, beweist so manches Unternehmen Mut zur Lücke. Denn bislang gab es kaum eine Möglichkeit, eine 100-Prozent-Prüfung der Boards im Linientakt durchzuführen. Abhilfe schafft das Testsystem „LaserVision LED“ von Prüftechnik Schneider & Koch.

Die Entwicklungen in der LED-Technik legen an Tempo zu. Vor allem in der Beleuchtungstechnik und der Automobilindustrie sind die Qualitätsanforderungen an LEDs hoch. Für die Prüfung der LED-Leiterplatten kommen häufig eigene manuelle Lösungen zum Einsatz, die aber mit erheblichem Zeitaufwand im Handling verbunden und in den Prüfergebnissen nicht immer zufriedenstellend sind. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Reproduzierbarkeit in den Tests und die nötige Dokumentation nicht sichergestellt werden können.

»Die Herausforderung für die Testsysteme…

...besteht also darin, LED-Baugruppen in der Fertigungslinie sowohl im Serientakt zu 100 Prozent prüfen zu können als auch das Thema Traceability und Dokumentation umfassend abzudecken«, erklärt Ronald Block, Geschäftsführer von Prüftechnik Schneider & Koch. »Vor allem die häufig anzutreffenden manuellen Prüfungen sind sehr fehleranfällig, weil der Anwender insbesondere Parameter wie Farbtemperatur und Helligkeit nicht wirklich objektiv beurteilen kann. Parallel müssen die Baugruppen stichprobenartig in einem Lichtlabor vermessen werden, damit überhaupt eine annähernd vertretbare Qualität sichergestellt ist.« Eine Serienprüfung sei hier in der Regel nicht möglich, weil die Anforderungen an die Testzeit dies nicht zulassen. Besonders der hohe manuelle Anteil im Prüfprozess, wie das Baugruppen-Handling und die „menschliche Entscheidung“ aller optischen Eigenschaften, weise erhebliche Nachteile für die Serienfertigung auf.

Aus eigenen Marktanalysen und Kundengesprächen…

...haben die Experten von Schneider & Koch einen hohen Bedarf an Prüfsystemen erkannt, die den Spagat zwischen der 100-Prozent-Prüfung im Serientakt und der Dokumentation und Rückverfolgbarkeit schaffen. »Bisherige Verfahren können die Messgeschwindigkeiten bei der Prüfung auf Bauteilebene nicht abdecken, weil sie längere Messzeiten aufweisen, als der Serientakt eigentlich hergeben würde«, so Block. »Eine Lösung wäre gegebenenfalls eine Parallelisierung, die aber erheblichen Handlings-Aufwand und Kosten nach sich ziehen würde.«

Aus diesen Anforderungen heraus hatte Prüftechnik Schneider & Koch Anfang 2015 das LED-Testsystem „LaserVisionLED“ entwickelt. Seither wurde das System weiter optimiert und entsprechend den Bedürfnissen der unterschiedlichen Branchen konfiguriert, um alle Anforderungen schon von vornherein im Basissystem abzudecken.

»Die Zeit hat gezeigt, dass auch Elektronikhersteller, die kleinere Stückzahlen produzieren und bei denen der Fertigungsprozess gegebenenfalls nicht vollautomatisiert ist, den Bedarf haben, die Prüfung automatisiert und dokumentiert aufzusetzen«, betont Block. »Aus diesem Grund haben wir parallel auch ein Tischsystem entwickelt. Der volle Funktionsumfang ist also auch auf dieser Plattform möglich, jedoch mit geringerem Investitionsvolumen.«