Analog Devices und Dell EMC IoT-System schützt Ersthelfer

Dass IoT-Systeme funktionieren, die Erstretter in Echtzeit überwachen können, haben Analog Devices und Dell jetzt gezeigt
Dass IoT-Systeme funktionieren, die Erstretter in Echtzeit überwachen können, haben Analog Devices und Dell jetzt gezeigt.

Um Erstretter im Ernstfall selber retten zu können und ihren Gesundheitszustand vor Einsätzen genau zu kennen, haben Analog Devices und Dell EMC im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ein sensorbasiertes IoT-System entwickelt.

25 Prozent der Verletzungen von Feuerwehleuten sind auf Überanstrengung zurückzuführen. Es wäre also sinnvoll, schon vor einem gefährlichen Einsatz zu wissen, in welchem Gesundheitszustand sich ein Feuerwehrmann befindet. Außerdem wäre es wichtig, zu erkennen, ob ein Feuerwehmann während des Einsatzes in eine gefährliche Situation gerät und wo genau er sich aufhält, um ihn im Ernstfall warnen oder retten zu können.  

Genau solch ein solches System haben Analog Devices und Dell EMC entwickelt und nun im Rahmen einer Machbarkeitsstudie gezeigt, dass es funktioniert. Ein wesentlicher Bestandteil des Systems ist eine Weste, die unter der Schutzkleidung getragen wird, und die mit Sensoren von Analog Devices versehen ist. Hersteller der Weste ist Hexoskin, die sich darauf spezialisiert hat, Sensoren nicht in unbequem zu tragenden Brustgurten oder Armbändern unterzubringen, sondern direkt in der Kleidung, beispielsweise für Sportler.  Die Sensoren in der Weste können Vitaldaten wie Herzschlagfrequenz, die Atemfrequenz und das Atemvolumen messen, aber auch feststellen, wie sich der Träger bewegt. »Das geschieht in Echtzeit, wenn eine gefährliche Situation eintritt, kann der Ersthelfer gewarnt oder gerettet werden«, sagt Grainne Murphy, IoT Marketing Manager von Analog Devices.

Und woher wissen die Helfer, wo sich die Person in einem Gebäude genau aufhält? Dazu ist ein zweites Sensorsystem zuständig, dass in diesem Fall in den Stiefeln der Erstretter untergebracht ist und die über UWB vernetzt sind. Über Drehratengeber, Beschleunigungssensoren, Magnetometer und Drucksensoren lässt sich genau ermitteln, wo sich der Retter befindet, auch in Gebäuden, in denen kein GPS-Signal empfangen werden kann. »Dazu eignet sich zum Beispiel vollständig integrierte Inertial Measurement Units wie die IMU ADIS16448«, sagt Murphy.