Kuriose Forschungsarbeiten ausgezeichnet Ig-Nobelpreise 2017 verliehen

Alex Suarez (l-r), Christian Lo Cascio, Markus Heitz, Milo Puhan erhalten den Ig-Nobelpreis von Nobelpreisträger Oliver Hart (r)  - für die Entdeckung, dass das regelmäßige Spielen eines Didgeridoos gegenSchlafbeschwerden und Schnarchen helfen kann.
Alex Suarez (l-r), Christian Lo Cascio, Markus Heitz, Milo Puhan erhalten den Ig-Nobelpreis von Nobelpreisträger Oliver Hart (r) - für die Entdeckung, dass das regelmäßige Spielen eines Didgeridoos gegen Schlafbeschwerden und Schnarchen helfen kann.

Zum 27. Mal sind an der amerikanischen Elite-Universität Harvard die Ig-Nobelpreise verliehen worden. Die ausgezeichneten Arbeiten sollen »das Ungewöhnliche feiern und das Fantasievolle ehren«. Eine Übersicht über einige der kuriosesten Themen und die Gewinner.

Namentlich ist der Ig-Nobelpreis zwar an den jährlich von der Friedrich-Nobel-Stiftung vergebenen Nobelpreis angelehnt, er hat aber nicht wirklich etwas damit zu tun. Ig steht für »ignoble«, wörtlich übersetzt: ignorierbar, als Wortspiel auch als unwürdig, unsinnig zu verstehen. In diesem Zusammenhang steht der nicht ganz ernst gemeinte Preis für eine satirische Auszeichnung, mit der wissenschaftliche Leistungen geehrt werden, die „Menschen zuerst zum Lachen, dann zum Nachdenken bringen sollen“. Weitere Kriterien für die Forschungsarbeiten sind, dass das Thema neuartig ist und bislang noch niemand mit ähnlichen Wissenschaftsarbeiten aufgetreten ist. 

In diesem Jahr wurden folgende Arbeiten ausgezeichnet:

Physik:

Wissenschaftler aus Frankreich, Singapur und den USA für die Untersuchung der Frage, ob Katzen sich gleichzeitig im festen und im flüssigen Zustand befinden können.

Frieden:

Forscher aus der Schweiz, Kanada, den USA und den Niederlanden für die Entdeckung, dass das regelmäßige Spielen eines Didgeridoos bei der Behandlung von Schlafbeschwerden und Schnarchen helfen kann.

Wirtschaft:

Wissenschaftler aus Australien und den USA für ihre Untersuchung der Frage, wie der Kontakt mit lebenden Krokodilen sich auf den Wunsch von Menschen nach Glücksspiel auswirkt.

Anatomie:

Ein Wissenschaftler aus Großbritannien für seine Forschungen zu der Frage: Warum haben alte Männer große Ohren?

Fluide Dynamik:

Wissenschaftler aus Südkorea und den USA für die Erforschung der Frage, was passiert, wenn ein Mensch rückwärts läuft, während er einen Kaffeebecher hält.

Ernährung:

Wissenschaftler aus Brasilien, Kanada und Spanien für den ersten Nachweis von menschlichem Blut in der Ernährung der Fledermausart Kammzahnvampir.

Medizin:

Wissenschaftler aus Frankreich und den USA für ihre mithilfe von Gehirn-Scan-Technologien durchgeführten Untersuchungen der Frage, in welchem Ausmaß manche Menschen sich vor Käse ekeln.

Erkenntnisvermögen:

Wissenschaftler aus Italien, Spanien und Großbritannien für die Erkenntnis, dass viele identische Zwillinge sich selbst visuell nicht voneinander unterscheiden können.