Göpel electronic unterstützt Open-Source-Initiative für IEEE1149.x/Boundary Scan Göpel tritt goJTAG-Initiative bei

Die goJTAG-Initiative hat mit Göpel electronic ein neues Mitglied gewonnen
Die goJTAG-Initiative hat mit Göpel electronic ein neues Mitglied gewonnen

Göpel electronic wird künftig die Open-Source-Initiative goJTAG unterstützen. Dazu ist das Unternehmen der im Verbund verschiedener Universitäten und der Firma Testonica Lab gegründeten Initiative beigetreten. Göpel wird im Rahmen dessen unter anderem kostenlose Hardware und entsprechende Referenzdesigns zur Verfügung stellen.

Ziel der goJTAG-Initiative ist es, auf Basis einer unabhängigen und nichtkommerziellen Plattform JTAG/Boundary-Scan-Tools und -Wissen für die Industrie bereitzustellen und dadurch die standardisierten IEEE-1149.x-Testverfahren rascher zu verbreiten.

Als erstes Open-Source-Projekt bietet goJTAG eine IEEE1149.1-Trainingssoftware an, die Anwender sowohl im Simulations- als auch im Online-Modus betreiben können und die unterschiedliche graphische Visualisierungen auf verschiedenen Ebenen ermöglicht. Im Online-Modus können Anwender die Software uneingeschränkt für eigene Projekte verwenden. Hierfür hat Göpel einen entsprechenden Controller entwickelt, der ebenfalls als Referenzdesign frei verfügbar ist. Darüber hinaus stellt das Unternehmen 100 goJTAG-Kits mit Hardware und Software kostenlos bereit.

Die goJTAG-Software umfasst Simulationskomponenten, die jedes einzelne Bit entlang der Scan-Ketten mit einzelner TCK-Präzision anzeigen. Anwender können die TAP-Zustände schrittweise steuern und die Reaktion des Systems als Bildschirmsimulation in Echtzeit verfolgen. Eine derart detaillierte Illustration der JTAG/Boundary-Scan-Testprinzipien war laut Hersteller bislang nicht erhältlich. Mit Hilfe eines entsprechenden Boundary Scan Controllers lassen sich alle Aktionen auch auf die eigenen IEEE1149.1-Designs des Anwenders synchronisieren. Als Hardware werden dabei diverse Controller von Altera, Xilinx und Göpel electronic unterstützt. Der in JAVA geschriebene Source Code ist frei zugänglich und kann unter den allgemein für Open-Source-Software geltenden Nutzungsbedingungen benutzt und modifiziert werden.

»Die Zahl neuer Designs mit modernsten Packaging-Technologien, Highspeed-Signalen, FPGA und hochperformanten Prozessoren nimmt heutzutage überproportional zu und verlangt adäquate Teststrategien«, erklärt Stefan Meißner, Marketing- und PR-Manager bei Göpel electronic. »Hier können IEEE-standardisierte Testmethoden wichtige Hilfestellungen bieten, allerdings bedarf es zur breiteren Adaption auch eines entsprechenden Know-how-Transfers sowie offener, frei verfügbarer Trainings-Werkzeuge. Deshalb waren wir für ein Engagement im Rahmen der goJTAG-Initiative sofort bereit. Wir sehen in goJTAG die Möglichkeit, zum einen das vorhandene Fachwissen und die Leistungsangebote der Forschungseinrichtungen grundlegend bekannt zu machen und damit auch Kooperationen zu fördern, aber auch durch die Open-Source-Philosophie neuen Anwendern und Applikationen den Weg zu ebnen - ohne späteren Zwang zu herstellerspezifischen Migrationen.«