Göpel electronic feiert 20-jähriges Jubiläum »Get the total Coverage!«

Göpel electronic ist seinem Standort Jena treu geblieben. Das Unternehmen bezog 2009 sein drittes Gebäude.
Göpel electronic ist seinem Standort Jena treu geblieben. Das Unternehmen bezog 2009 sein drittes Gebäude.

Wo 1991 vier Prüfingenieure ambitionierte Ziele und Visionen hatten, sorgen heute 180 Mitarbeiter dafür, dass Mess- und Prüftechnik von Göpel electronic mittlerweile weltweit einen hohen Stellenwert hat. Zusammen mit dem Mitgründer und Geschäftsführer Holger Göpel werfen wir einen Blick auf die Highlights der vergangenen 20 Jahre und auf die Zukunftspläne des Jenaer Unternehmens.

Sie selber bezeichnen 1990 als das Startjahr ihrer Erfolgsgeschichte: die Prüftechnik-Ingenieure Holger Göpel, Manfred Schneider und Thomas Wenzel. Als ehemalige Mitarbeiter der Abteilung Mess- und Prüftechnik beim Kombinat Carl Zeiss Jena setzten sie sich damals zum Ziel, Mess- und Prüftechnik made in Jena zu einer internationalen Marke zu etablieren. Am 17. Mai 1991 gründeten sie die Firma Göpel electronic GmbH.

Mittlerweile sind 20 Jahre vergangen, und das Unternehmen blickt auf interessante Entwicklungen zurück. So gilt Göpel electronic zum Beispiel als einer der Pioniere des elektrischen Prüfverfahrens JTAG/Boundary Scan, standardisiert 1990 als IEEE 1149.1. »Dieses Verfahren war 1991 in jeder Hinsicht ein Novum, denn es war der erste Schritt zum standardisierten Testen auf Board-Level überhaupt«, erklärt Holger Göpel. »Hauptziel des Standards war der Versuch, der bereits damals absehbaren Verringerung des physischen Testzugriffs für den klassischen digitalen In-Circuit-Test durch eine alternative Technik entgegenzuwirken. Als eines der ersten Unternehmen überhaupt entwickelten und fertigten wir Produkte für Boundary Scan und sind heute Weltmarktführer auf diesem Gebiet.«

Zu den technologischen Meilensteinen des Unternehmens zählt auch die Anfang der 1990er-Jahre vorgestellte integrierte Entwicklungsumgebung SYSTEM CASCON für Boundary-Scan-Applikationen. Sie bietet mittlerweile bereits über 45 integrierte Werkzeuge. »Aber auch auf dem Hardware-Sektor waren wir federführend«, so Göpel. »So brachten wir beispielsweise den ersten Boundary-Scan-Controller auf PXI-Basis auf den Markt. Diese Entwicklung haben wir auch in den folgenden Jahren konsequent weitergeführt.«

Dabei entwickelte das Unternehmen nicht nur einzelne Komponenten, sondern ganze Plattformen wie etwa die im Jahr 2005 vorgestellte Hardware-Architektur SCANFLEX, die in punkto Modularität, Flexibilität und Leistungsumfang beachtliches leistet. Mittlerweile gibt es zahlreiche neue Hardware-Module für diese Plattform, die das Testen und In-System-Programmieren mittels Boundary Scan einfacher und effizienter machen. Auch hinsichtlich der Integration des Verfahrens in ATE-Systeme wie In-Circuit-Tester, Flying Prober oder optische Inspektionssysteme sieht Göpel sein Unternehmen als Vorreiter, das heute die meisten Kombinationsmöglichkeiten bietet.

Weitere Meilensteine sind die Vorstellung von VarioTAP, der ersten echten Verschmelzung von JTAG-Emulation und Boundary Scan, oder die Markteinführung von ChipVORX, einem komplett neuen Ansatz zur chip-embedded Instrumentierung, die bereits 2011 Standards unterstützt, die erst in den kommenden Jahren freigegeben werden (IEEE P1687).