Rechnergestützte Messtechnik Fünf klassische Messgeräte in einer Box

Mobiler geht es nicht mehr: Anwender können per WLAN auf die fünf integrierten Messgeräte der NI VirtualBench zugreifen und beliebige Messungen ausführen und abspeichern.
Mobiler geht es nicht mehr: Anwender können per WLAN auf die fünf integrierten Messgeräte der NI VirtualBench zugreifen und beliebige Messungen ausführen und abspeichern.

National Instruments hat ein völlig neues Gerätekonzept entwickelt, das Laboringenieure aufhorchen lassen wird: Die »NI VirtualBench« vereint die fünf grundlegendsten Labormessgeräte in einem kompakten Gehäuse, die Bedienung und Anzeige erfolgen Touch-gesteuert über ein iPad oder einen Windows PC - oder klassisch per Maus.

Seit Jahren verfolgt National Instruments die Philosophie der softwarebasierten »virtuellen« Instrumente. Mit der »NI VirtualBench«-Messbox geht NI nun noch einen Schritt weiter und integriert die fünf wichtigsten Messgeräte, die nahezu jeder Ingenieur oder Techniker für seine tägliche Arbeit braucht, in einer kompakten Box.

Auch wenn man es von außen nicht vermuten würde, finden sich im Gerät ein 2-Kanal-/100-MHz-Mixed-Signal-Oszilloskop mit bis zu 1 GSample/s Abtastrate und 34 Digitalkanälen, ein 8-Kanal-Digital-I/O-Port, ein programmierbares Netzteil (+6 V, +25 V, -25 V), ein 5 ½-stelliges Digitalmultimeter und ein 20-MHz-Standard-Funktionsgenerator (14 Bit, 125 MSample/s, Sinus, Rechteck, Dreieck).

Würde man diese Geräte einzeln kaufen, käme man auf einen um rund zwei Drittel höheren Preis – denn die VirtualBench ist bereits für knapp 1700 Euro zu haben. Damit bietet sie sich unter anderem für Unternehmen mit knappen Budgets oder für den Ausbildungsbereich an.

Ein weiterer Vorteil: Das Messgerät braucht nur wenig Platz auf dem Labortisch, ist mobil und robust und kann von mehreren Anwendern genutzt werden, wobei jeder einzelne seine individuellen Einstellungen entweder direkt im Gerät oder aber auf einem USB-Stick abspeichern und später wieder aufrufen kann.

Die einfache Bedienung macht Spaß

Der Clou aber ist die Bedienphilosophie: So wie man es vom Smartphone oder Tablet PC gewohnt ist, können Anwender die VirtualBench per Fingerzeig direkt über das iPad oder den PC-Touchscreen (mit »Touch-Windows 8«) bedienen, alternativ auch per Maus unter Windows 7. Eine Version für Android-basierte Tablets ist in Planung. Das Touch-Feeling-Bedienkonzept zielt vor allem auf die junge Ingenieursgeneration ab, die diese Art der Bedienung mittlerweile nicht mehr missen möchte.

Laptop oder iPad übernehmen auch die Visualisierung der Messdaten. Die dazu nötige Software ist in VirtualBench abgelegt und meldet sich automatisch mit einer übersichtlichen Visualisierungs-Oberfläche beim steuernden Rechner an; auf dem iPad ist lediglich vorher eine entsprechende App zu laden, die es ab Juli kostenlos im App Store gibt. Wer bereits mit LabView arbeitet, kann die Messbox auch darüber steuern.

Die Verbindung zum PC oder iPad erfolgt entweder via WLAN oder USB-Kabel von einem Laptop bzw. nur über WLAN vom iPad. In der WLAN-Betriebsart hat man die Wahl: Entweder baut die Box ein eigenes WLAN-Funknetz auf oder sie klinkt sich in ein vorhandenes WLAN ein.

Das Bedienmenü ist intuitiv gestaltet und auch für ungeübte Anwender leicht zu durchschauen. Auf dem Anzeige-Bildschirm sind alle eingestellten Parameter der fünf integrierten Laborgeräte übersichtlich visualisiert. Auch Screenshots sind einfach per Touch bzw. Klick realisierbar, wobei der Anwender einen Screenshot nicht nur abspeichern, sondern ihn auch per Dropbox oder Mail an einen Kollegen weiterleiten kann.