Messtechnik Endress+Hauser will Kaiser Optical Systems kaufen

Endress+Hauser plant die Übernahme der US-amerikanischen Kaiser Optical Systems Inc. Der Schweizer Spezialist für Prozessmesstechnik hat bereits eine entsprechende Vereinbarung mit dem Mutterkonzern Rockwell Collins getroffen. Die Transaktion soll in den nächsten Monaten abgeschlossen werden.

Kaiser Optical Systems gilt als Experte auf dem Gebiet spektrografischer Messgeräte und angewandter holografischer Verfahren. Zu den Hauptprodukten zählen Raman-Sensoren und -Geräte, holografische Komponenten für Spektroskopie, Telekommunikation, Astronomie und Hochgeschwindigkeits-Wissenschaften sowie Anzeigesysteme für die Luftfahrt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Ann Arbor/Michigan, wo auch die Produktion angesiedelt ist.

»Mit der Übernahme von Kaiser Optical Systems erweitern wir unser Angebot an hochmoderner Analysetechnik für Flüssigkeiten, Gase und Feststoffe«, erklärt Klaus Endress, Chef der Endress+Hauser-Gruppe. »Außerdem stärken wir unsere Kompetenz im Bereich der optischen Messtechnik und ihrer Fertigung.« Endress betont auch die strategische Dimension der Übernahme: »Die Raman-Spektroskopie ist in vielen Zukunftsfeldern von Bedeutung, etwa in der Energieversorgung und der Biotechnologie, aber auch in Labor-Anwendungen ein wichtiger und weiter wachsender Markt.«

Über Endress+Hauser

Die 1953 gegründete Endress+Hauser ist einer der international führenden Anbieter von Messgeräten und Dienstleistungen für die industrielle Verfahrenstechnik. Die Unternehmensgruppe liefert Sensoren, Geräte, Systeme und Dienstleistungen für Füllstand-, Durchfluss-, Druck- und Temperaturmessung sowie für Analyse und Messwertregistrierung. Die Firmengruppe zählt weltweit mehr als 10.000 Beschäftigte. 2012 erwirtschaftete sie 1,7 Milliarden Euro Umsatz. 

Über Rockwell Collins

Rockwell Collins Inc. gilt als einer der Pioniere im Bereich von Entwicklung und Einsatz innovativer Kommunikations- und Luftfahrtelektronik-Lösungen sowohl für kommerzielle als auch für staatliche Anwendungen. Das Know-how umfasst Cockpit-Avionik, Kabinenelektronik, Einsatzkommunikation, Informationsmanagement, Simulation und Schulungen und stützt sich auf rund 19.000 Beschäftigte sowie auf ein globales Service- und Supportnetzwerk, das 27 Länder umspannt.