Fraunhofer IMS Elektrische Kontakte aus der Ferne überwachen

Brände in elektrischen Anlagen wie beispielsweise Schaltschränken werden oft durch fehlerhafte oder gealterte Verbindungen ausgelöst. Um solchen Bränden vorzubeugen, haben Forscher des Fraunhofer IMS ein auf RFID basierendes Fernüberwachungssystem entwickelt.

Dabei starteten die Wissenschaftler zunächst mit Analysen zur Feldverteilung im Schaltschrank. Daraufhin entwickelten sie ein spezielles Antennenkonzept, das die Montage des Transponders direkt auf dem metallischen Untergrund des Schaltschrankes ermöglichte: Mehrere Lesegeräteantennen wurden so im Schaltschrank angeordnet, dass das Auslesen des Transponders an jeder erforderlichen Position möglich ist.

Dank der drahtlosen Temperaturtransponder ist keine Verkabelung zur Messstelle nötig, und in einem einzigen Schaltschrank können mit dieser geschickten Aneinanderreihung 60 oder mehr Transponder betrieben werden.

»Mit unserer Lösung ist eine Fernüberwachung von elektrischen Kontakten in Schaltschränken möglich«, fasst Dr. Andreas Hennig, Leiter Drahtlose Sensorik am Fraunhofer IMS, zusammen. »Ausfälle und Brände in Schaltschränken lassen sich damit verhindern. Und dazu ist keine gefährliche manuelle Tätigkeit vor Ort nötig. Das ist das Alleinstellungsmerkmal der Entwicklung.«

Detailliertere Informationen bietet das Institut auf seinem Messestand auf der Sensor+Test in Halle 12, Stand 328