Rigol Eigener Chipsatz und neue Oszilloskop-Architektur

Bis zu 1 Milliarde Speicherpunkte sollen mit den neuen Chipsätzen möglich sein.

Als Meilensteine seiner Geschichte sieht Rigol den neuen Phoenix-Oszilloskop-Chipsatz und die neue Ultravision-II-Oszilloskop-Architektur. Beides soll deutlich schnellere Signalerfassungsraten, neue Filter- und Trigger-Funktionen und noch nie dagewesene Speichertiefen und Suchfunktionen ermöglichen.

Der Phoenix-Chipsatz umfasst drei Chips, die jeweils nach Sternen des Sternbilds »Phönix« benannt sind. 

Der analoge Front-end-Chip…

...namens »Beta Phoenicis« ermöglicht eine Front-end-Bandbreite von bis zu 4 GHz und integriert alle Funktionen, die digitale Oszilloskop-Analog-Module benötigen. Dazu gehört auch das 1-MΩ-Kanaleingangsdämpfungsglied für die schnell realisierbare und rauscharme Signalerfassung. 

Nummer zwei und drei des neuen Phoenix-Chipsatzes…

...sind der Signal-Processing-Chip »Ankaa«, der die Datenerfassung mit 10 GSample/s unterstützt, und der Probe-Amplifier-Chip »Gamma Phoenicis«, der Differentialtastköpfe bis zu 6 GHz unterstützt. 

Diese ASIC-Bausteine sind komplette Eigenentwicklungen und basieren ausschließlich auf Rigols Know-how.

»In den vergangenen 19 Jahren…

...hat sich Rigol als Innovator vor allem in den unteren und mittleren Segmenten des Oszilloskop-Marktes profiliert«, sagt Rico Wang, Präsident von Rigol Technologies, »Aber mit der Einführung dieses neuen Chipsatzes, der das Ergebnis jahrelanger, intensiver Forschung und Entwicklung darstellt, wird Rigol künftig auch sehr leistungsorientierte Anwendungen abdecken können.«

Während der Vorstellung des Chipsatzes…

...im chinesischen Suzhou zeigte Rigol einen Oszilloskop-Prototypen mit Phoenix-Chips und der neuen Ultravision-II-Architektur. Mit 4 GHz Bandbreite, 20 GSample/s Echtzeit-Sample-Rate und 1 Milliarde Punkte Speichertiefe zeigt dieser Prototyp, dass es bald einen neuen Player im Markt der Hochleistungs-Oszilloskope geben wird.
 
Die offizielle Ankündigung der ersten Produkte…

...mit dem Phoenix-Chipsatz ist für Ende 2017 zu erwarten, wobei die ersten Auslieferungen an Kunden noch im 4. Quartal 2017 geplant sind.