Messtechnik als entscheidender Qualitätsfaktor im Prüfstand der Zukunft Drei Trends für mehr Effizienz im Prüfstand

Mit zunehmendem Kosten- und Zeitdruck ist es immer wichtiger, dass sich die Testreihen in Prüfständen nahtlos in die Entwicklungsprozesse eingliedern. Für Prüfstände bedeutet dies: Auch ihre bisherigen Konzepte und Arbeitsabläufe gehören wieder auf den »Prüfstand«. Dabei sehen die Messdatenerfassungs-Spezialisten von HBM drei wichtige Trends, die die Zukunft wesentlich beeinflussen werden.

Zu den größten Herausforderungen in der Prüfstandstechnik gehören nach Überzeugung der Experten von HBM folgende Aspekte:

  • Die zur Verfügung stehende Zeit für Tests wird immer kürzer
  • Die Komplexität und die Vielfalt der Testaufgaben nimmt zu
  • Die Anzahl der Messstellen steigt

Traditionelle Prüfstandskonzepte geraten hier zum Teil schon an ihre Grenzen. Entsprechend müssen Arbeitsabläufe neu definiert und die eingesetzte Messtechnik auf möglichst hohe Flexibilität getrimmt werden. HBM adressiert diese Anforderungen mit seinem Universal-Messverstärkersystem QuantumX.

Automatisierung von Messaufgaben

Der Trend: Immer kürzere Zeitfenster für zunehmend automatisierte Prüfvorgänge.
Die Lösung: Integration hochgenauer Messtechnik in die Automatisierung.

Die Automatisierung von Messaufgaben ist entscheidend für mehr Effizienz im Prüfstand. Durch die Automatisierung ganzer Prüfaufgaben lassen sich die unterschiedlichsten Szenarien ‚durchtesten’. Wichtig dabei: Die Messtechnik muss die passenden Daten liefern und sich auf die verschiedenen Tests automatisch einrichten können. Dazu bietet HBM z.B. das QuantumX-Modul CX27 an. Damit lässt sich das komplette Messsystem mit allen zentral und/oder dezentral aufgestellten Messverstärkern an das Automatisierungssystem anbinden. Der Datenaustausch erfolgt in Echtzeit. Via FireWire oder Ethernet lässt sich QuantumX auch an den PC und die gewohnte Messtechnik-Software anbinden.

Rüstzeiten minimieren

Der Trend: Häufig wechselnde Testaufgaben mit unterschiedlichen Prüflingen.
Die Lösung: Rüstzeiten minimieren durch automatische Sensorerkennung.

Immer mehr Testaufgaben werden in den Prüfstand verlagert - sei es, um Kosten und Aufwand bei mobilen Tests zu sparen oder um den Prüfstand maximal auszulasten. Daher gilt es, langwierige Umbauten und Rüstzeiten zu vermeiden.

Automatische Sensorerkennung über TEDS, das elektronische Datenblatt im Aufnehmer, bietet dazu eine praktikable Lösung. Nach dem Anschließen des Aufnehmers an den Messverstärker wird der Aufnehmertyp von der Messelektronik erkannt und der Kanal automatisch konfiguriert. Die Messwerte sind in der Software sofort sichtbar.

QuantumX geht hier noch einen Schritt weiter: Es bietet »APM«, Advanced Plug & Measure, was nicht nur die automatische Sensorerkennung via TEDS beinhaltet. QuantumX-Module erkennen automatisch, wenn ein neuer Aufnehmer angeschlossen wird. Aufwendiges Wechseln von Einsteckkarten wird durch universelle Anschlussbuchsen für alle gängigen Aufnehmertypen überflüssig.

Skalierbarkeit – Bereit für höhere Kanalzahlen

Der Trend: Wechselnde Sensorik und immer höhere Kanalzahlen.
Die Lösung: Ein frei skalierbares System mit universeller und erweiterbarer Messtechnik, die sowohl verteilt als auch zentral einsetzbar ist.

Wenn es einen klaren weltweiten Trend in der Prüfstandsmesstechnik gibt, so lautet dieser nach Überzeugung der Experten von HBM: Die eingesetzte Sensorik wandelt sich mit der Prüfstandslaufzeit, und Kanalzahlen steigen stetig an. Doch mit dem Anstieg der Kanalzahlen wächst nicht unbedingt die Dimension des Prüfstands selbst - und Raum für Dutzende große Messverstärker bleibt nicht.

Auch hier bietet sich QuantumX an: Die einzelnen Messverstärker-Module sind so kompakt, dass sie auch in kleine Prüfstände passen. Die jeweilige Messaufgabe entscheidet darüber, welche Module für den Test und die Analyse benötigt werden. So bietet QuantumX universelle Eingänge mit einer breiten Auswahl an Aufnehmertechnologien. Der verteilte Einsatz von Modulen ermöglicht die Verwendung von Sensoren mit fertig konfektionierten, kurzen Leitungslängen und ermöglicht damit den Messaufbau nach dem Baukasten-Prinzip.

Nicht zu vergessen: die Software

Messgeräte im Prüfstand müssen universell einsetzbar und skalierbar sein, mit gängigen Automatisierungssystemen arbeiten können und präzise und leistungsstark sein. Aber über den Erfolg eines Prüfstands entscheidet letztendlich auch die Erfassungs- und Analyse-Software. Hier setzt QuantumX auf neue Konzepte, darunter catmanAP zur Parametrierung, Erfassung und Analyse von Messdaten sowie der QuantumX-Assistent für die hardwarenahe Parametrierung. Zudem können Anwender die Messwerte über den in jedem Messverstärker integrierten Web-Server beobachten.