Sensorik und Messtechnik Die Branche bleibt stabil und optimistisch

Umsatz der Sensorik- und Messtechnik-Branche von 2003 bis 2012 (Index: 100 %)
Umsatz der Sensorik- und Messtechnik-Branche von 2003 bis 2012 (Index: 100 %)

Die Sensorik- und Messtechnik-Branche hat das Jahr 2012 mit leichtem Umsatzplus, weiteren Investitionen und steigendem Personalbedarf abgeschlossen. Das ergab die aktuelle Branchenstatistik des AMA Fachverbandes e.V.

Die rund 470 AMA-Mitgliedsunternehmen verbuchten 2012 ein minimales Umsatzwachstum von einem Prozent verglichen mit dem Vorjahresergebnis. Doch insgesamt scheinen sich die Perspektiven der Sensorik und Messtechnik weiter aufzuhellen: Nach den Erwartungen für das Jahr 2013 gefragt, setzten die AMA-Mitglieder auf ein Umsatzwachstum von gut vier Prozent.

Der Arbeitsmarkt der Branche spiegelt diese Zuversicht bereits wider. Im Jahr 2012 wurden fast drei Prozent mehr Personal von den Mitgliedsunternehmen eingestellt, und für das laufende Jahr wird weiterer Bedarf prognostiziert.

Die Branche präsentiert sich weiterhin als investitionsfreudig. Die AMA-Mitglieder tätigten im Geschäftsjahr 2012 gut neun Prozent höhere Investitionen, nach einem bereits investitionsstarken Vorjahr, das mit einem Plus von 16 Prozent abschloss. Die Sensorik und Messtechnik prognostiziert auch für dieses Jahr einen weiteren Investitionsanstieg von gut zwei Prozent.

Als Hemmschuh des Jahres 2012 entpuppte sich das Exportgeschäft ins europäische Ausland: Die Exportquote ins europäische Ausland sank um fünf Prozentpunkte auf 22 Prozent. Die Exportquote ins nicht europäische Ausland hingegen erstarkte um vier Prozentpunkte und konnte damit die Verluste im innereuropäischen Export nahezu kompensieren.

»Die Sensorik und Messtechnik ist und bleibt eine stabile Branche - auch im wirtschaftlich Auf und Ab der Märkte«, kommentiert AMA-Geschäftsführer Dr. Thomas Simmons. »Durch den wachsenden Bedarf an technologischen Herausforderungen wie erneuerbare Energien, fortschreitende Automatisierung und der Robotik startet unsere Branche optimistisch in das neue Geschäftsjahr. Das Inlandsgeschäft ist und bleibt stark. Das Exportgeschäft wird sich künftig wieder mehr in das nichteuropäische Ausland verlagern. Insbesondere die Asiaten setzen auf neue Technologien, können jedoch den enormen Bedarf nicht aus eigener Produktion decken.«