Akkreditierung DAkkS ändert ihr Überwachungskonzept

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Die Deutsche Akkreditierungsstelle DAkkS plant die Einführung eines neuen Überwachungskonzeptes für akkreditierte Stellen. In Kraft treten soll es voraussichtlich ab 2018. Seit Gründung der DAkkS gab es keine so gravierenden Umstellungen im Akkreditierungswesen.

Im Einzelnen sind folgende Änderungen absehbar:

•    Die Akkreditierung wird »entfristet«, so dass die Akkreditierungsurkunden nicht mehr nach 5 Jahren auslaufen können.

•    Die bisherige Begutachtung zur Reakkreditierung nach 5 Jahren wird abgelöst durch eine Wiederholungsbegutachtung nach maximal 4 Jahren.

•    Bei dieser Wiederholungsbegutachtung am Ende des 4-jährigen Akkreditierungszyklus sollen alle Anforderungen über den gesamten Zyklus geprüft und eine Akkreditierungsentscheidung getroffen werden.

•    Zwischenzeitlich wird ergänzend dazu im Abstand von maximal 2 Jahren eine Vor-Ort-Überwachung erfolgen.

•    Eine Verkürzung der Intervalle soll bei "instabilen" Konformitätsbewertungsstellen möglich gemacht werden.

•    Das Begutachtungsprogramm soll künftig für den gesamten 4-jährigen Zyklus vorab erstellt werden.

•    Das neue Konzept soll einheitlich für alle akkreditierten Stellen sein, egal ob Labor oder Zertifizierungsstelle.

•    Die Konformitätsbewertungsstellen legen die Korrekturmaßnahmen aus den Begutachtungen künftig nach der Vor-Ort-Begutachtung alleine fest und nicht mehr zusammen mit dem Begutachter während der Begutachtung vor Ort. Damit soll der Zeitdruck genommen werden, so dass sorgfältige Ursachenanalysen durchgeführt werden können.

•    Die Begutachtungsberichte sollen künftig weniger ausführlich gestaltet werden. Ausführliche Beschreibungen sollen nur bei Nichtkonformitäten erfolgen.

Die Einführung des neuen Überwachungskonzeptes kann und soll erst erfolgen, nachdem die neue ISO/IEC 17011 sowie die neue Gebührenordnung der DAkkS in Kraft getreten sind.