AMA Fachverband für Sensorik Aufwärtstrend in der Sensorikbranche

Den Ergebnissen der AMA-Januarumfrage 2010 zufolge erholt sich die konjunkturelle Lage der Sensorikbranche allmählich wieder.

Die Umfrage unter 90 deutschen Unternehmen der Sensorikbranche, einschließlich Mess- und Prüftechnik, ergab, dass die Branche seit dem dritten Quartal 2008 einen kontinuierlichen Umsatzeinbruch von 25 Prozent erfahren hatte. Dieser Sinkflug schwächte sich während des zweiten Quartals 2009 ab und kehrte sich in Q3/2009 sogar um. Die beiden folgenden Quartale brachten eine Umsatzsteigerung um jeweils fünf Prozent. Zum Ende des Jahres 2009 hatte die Branche letztendlich insgesamt rund 17 Prozent an Umsatz verloren. Für 2010 rechnen die Unternehmen jedoch erneut mit einem Umsatzwachstum von fünf Prozent.

Bezüglich der Arbeitsplätze ist von Erholung leider noch nicht wieder die Rede: Die Sensorikbranche baute im Jahr 2009 rund drei Prozent ihrer Arbeitsplätze ab, und für 2010 ist ein weiteres Prozent geplant.

Auch die Investitionsbereitschaft litt unter dem sinkenden Umsatz und den ungewissen Aussichten. So investierte die Branche in 2009 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Für 2010 plant sie demgegenüber jedoch wieder eine Steigerung von etwa vier Prozent.

»Als die ersten Zeichen einer möglichen Stabilisierung erschienen, argwöhnten viele, dass es sich hierbei lediglich um das vorübergehende Nachfüllen leergewordener Lager handeln könnte«, sagt Wolfgang Wiedemann, Vorstandsvorsitzender des AMA Fachverbandes für Sensorik. »Nun aber, nach zwei Quartalen Wachstum in Folge, ist davon auszugehen, dass sich die Konjunktur tatsächlich allmählich erholt.«

Johannes Steinebach, Schatzmeister des AMA Fachverbandes ergänzt: »Unsere Branche befindet sich momentan in dem Dilemma, dass sie heute auf einem vergleichbaren personellen Niveau steht wie zu Anfang 2007, jedoch bei dem wesentlich niedrigeren Umsatz von 2005. Wir müssen also weiterhin sehr gut haushalten und in einigen Fällen stehen noch harte Entscheidungen an. Immerhin bietet aber die Krise unserer Branche auch eine schöne Chance, denn der verschärfte Wettbewerb unter unseren Kunden dürfte den Trend zu mehr Sensorik in ihren Produkten in näherer Zukunft noch beschleunigen.«