Optische Sensortechnologien ams kauft Heptagon

ams erweitert sein Angebot an Umweltsensoren durch den Kauf der CMOS-Sensor-Abteilung von NXP.
ams auf dem Weg zum Marktführer im Bereich optische Sensortechnologien.

Der österreichische IC- und Sensoranbieter ams verstärkt sich erneut mit Sensor-Know-how und hat dazu nun die in Singapur ansässige Firma Heptagon, Spezialist für optisches Packaging, Sensorik und Mikroelektronik, übernommen.

Die Transaktion besteht aus einer Vorabzahlung in Höhe von rund 570 Mio. US-Dollar in bar und Aktien, sowie einer so genannten Besserungsvereinbarung im Wert von maximal 285 Mio. US-Dollar – abhängig von den zukünftigen Geschäftsergebnissen von Heptagon über das Jahr 2017 hinweg. Nach der Aktientransaktion im Rahmen der Vorabzahlung erwartet ams, dass die derzeitigen Anteilseigner von Heptagon, zu denen Finanzinvestoren, Management und Beschäftigte zählen, knapp 20 % an ams halten werden.

Noch gilt die Transaktion vorbehaltlich bestimmter Genehmigungen, sie soll aber innerhalb der nächsten drei Monate abgeschlossen sein. Dann soll Heptagon vollständig in die bestehende ams-Organisation integriert werden.

Mit der Übernahme will sich ams

...zum weltweit führenden Anbieter von Komplettlösungen für optische Sensorik entwickeln. Vor dem Hintergrund zunehmender Wertschöpfung aus Packaging-Technologien für künftige optische Sensoranwendungen maximiere die Transaktion das Know-how von ams und Heptagon bei der Entwicklung und Fertigung optischer Lösungen, hieß es in einer Stellungnahme. 

Heptagon konzentriert sich in erster Linie auf den Consumer-Markt und hat sich in diesem Segment als wichtiger Zulieferer für Anwendungen in Mobilgeräten entwickelt, die optisches Packaging in  hohen Volumina für besonders kleine Baugrößen benötigen. In diesem Bereich sieht das Heptagon-Management auch die größten Wachstumsmöglichkeiten. 

Sitz und Produktion von Heptagon befinden sich in Singapur, während das F&E-Zentrum in Rüschlikon, Schweiz, angesiedelt ist. Das Unternehmen hat mehr als 830 Beschäftigte, darunter etwa 120 Ingenieure und etwa 500 Produktionsmitarbeiter. Heptagon verfügt über ein starkes und geschütztes IP-Portfolio einschließlich mehr als 250 Patentfamilien, vornehmlich im Bereich optisches Packaging.

Heptagon erwirtschaftet einen Umsatz von rund 90 Mio. US-Dollar (auf 12-Monatsbasis, run rate) bei einer negativen operativen Profitabilität aufgrund der derzeitigen Unterauslastung der Produktionskapazität. 

Heptagon erwartet, basierend auf seiner bestehenden Umsatz- und Kapazitätspipeline sowie bestehenden Vereinbarungen mit Kunden, ein bedeutendes Umsatzwachstum in den kommenden Jahren mit Beginn in der Jahresmitte 2017. 

Ausbau der Produktionskapazität

Zur Vorbereitung auf dieses erwartete Wachstum hat Heptagon bereits mit einem Ausbau seiner Produktionskapazität in Singapur begonnen, der Gesamtinvestitionen von mehr als USD 250 Mio. in 2016 und 2017 umfasst. 

Diese Expansion basiert auf einer bestätigten Vereinbarung mit einem Kunden über die Nutzung der zusätzlichen Fertigungskapazität und wird vollständig aus bestehenden Barmitteln des Unternehmens finanziert. Dementsprechend ist keine Finanzierung seitens ams notwendig.