Oszilloskope Agilent definiert die Mittelklasse neu

Auf dem 38,1 cm großen kapazitiven Multitouch-Bildschirm der »Infiniium-S«-Modelle (rechts im Bild) lassen sich die Messergebnisse einfach ablesen. Die Steuerung der »InfiniiVision-6000-X«-Modelle (links im Bild) kann sowohl über den kapazitiven Touchscreen als auch per Sprachsteuerung erfolgen.
Auf dem 38,1 cm großen kapazitiven Multitouch-Bildschirm der »Infiniium-S«-Modelle (rechts im Bild) lassen sich die Messergebnisse einfach ablesen. Die Steuerung der »InfiniiVision-6000-X«-Modelle (links im Bild) kann sowohl über den kapazitiven Touchscreen als auch per Sprachsteuerung erfolgen.

Bislang bezog man die Oszilloskop-Mittelklasse meist auf Geräte mit Bandbreiten von etwa 500 MHz bis 4 GHz. Mit den beiden neuen Serien »Infiniium-S« und »InfiniiVision-6000X« verschiebt Agilent diese Grenzen nun auf 6 bzw. 8 GHz. Und beide Gerätefamilien warten mit einigen interessanten Alleinstellungsmerkmalen auf.

»Signalintegrität ist mittlerweile einer der wichtigsten Aspekte beim Kauf eines Oszilloskops.« Damit betont Peter Kasenbacher, Market Segment Manager EMEA, Digital Products and Solutions von Agilent, die Bedeutung der technologischen Neuheiten, die das Unternehmen in die Infiniium-S-Serie integriert hat. So basieren die neuen Scopes beispielsweise auf dem laut Hersteller schnellsten 10-Bit-A/D-Wandler – damit bieten sie eine im Vergleich zu Oszilloskopen mit 8-Bit-A/D-Wandlern vierfach höhere Amplitudenauflösung und zeigen entsprechend mehr Signaldetails. In Kombination mit einer neuen, rauscharmen Eingangsstufe erreicht die S-Serie sogar eine effektive Amplitudenauflösung (ENOB, Effective Number of Bits) von über 8 Bit.

Die Infiniium-S-Serie umfasst je sieben Vierkanal-DSO- und -MSO-Modelle (mit 16 Digitalkanälen) mit jederzeit per Lizenzschlüssel aufrüstbaren Bandbreiten von 500 MHz bis 8 GHz. Die Abtastrate ist mit 10 GSample/s auf allen vier Kanälen bzw. mit 20 GSample/s im Zweikanal-Modus angegeben. Die Speichertiefe beträgt serienmäßig 50 Mpts auf vier bzw. 100 Mpts auf zwei Kanälen.

Als Basis dient eine komplett neue Computerplattform, bei der ein Intel-i5-Quadcore-Motherboard mit 8 GByte RAM gewährleistet, dass das Oszilloskop trotz des großen Speichers in sämtlichen Betriebsarten schnell reagiert. Die serienmäßige 250-MByte-Solid-State-Disk sorgt für schnelles Hochfahren.

Augenfällig ist das 15 Zoll (38,1 cm) große Display der Geräte. Auf dem 38,1 cm großen kapazitiven Multitouch-Bildschirm der Infiniium-S-Modelle lassen sich die Messergebnisse einfach ablesen, und auch die Bedienung der Geräte wird durch die Gestensteuerung erheblich vereinfacht.

Die erst kürzlich für alle Modelle der Infiniium-Serie vorgestellte neue Benutzerschnittstelle basiert auf den neuesten Bildschirmtechnologien, so wie man sie vom Smartphone oder Tablet PC gewohnt ist. Unter anderem können Anwender die Messergebnisdarstellung auf mehrere Bildschirme verteilen und Fenster, Messdiagramme und tabellarische Messdaten so anordnen und andocken, wie es für sie am zweckmäßigsten ist. Darüber hinaus unterstützt die neue Benutzerschnittstelle Bookmarks und Composite-Dateien (zusammengesetzt aus Mess- und Setup-Daten, einschließlich Dokumentation).

Ein weiteres neues Feature sind intelligente Marker, die Delta-Werte automatisch aktualisieren und zusammen mit beschrifteten Achsenwerten das Debugging beschleunigen.

Die »Infiniium-S«-Serie ersetzt die bisherige Infiniium-9000-Serie von Agilent. Preislich liegen sie bei einem Einstiegspreis von rund 14.000 Euro.