Messe Bremen »ACTUATOR 2014« - Call for Papers läuft

Die Messe Bremen ruft Unternehmen und Forschungsinstitute auf, sich am Call for Papers für die Konferenz und Ausstellung »ACTUATOR 2014« zu beteiligen. Deadline für die Einreichung der Abstracts ist der 30. November 2013, die Highlights werden während der Messe vom 23. bis 25. Juni 2014 präsentiert.

Generell erwarten die Experten, dass interaktive haptische Displays sowohl im industriellen Umfeld als auch im Consumer-Bereich zu starkem Wachstum beitragen werden. Daneben werden Piezomotoren, Pneumatikventile mit schnellen piezoaktorischen Stellgliedern und Shape-Memory-Alloy-Aktoren neue Anwendungsfelder erobern. Nicht zu vergessen die Polymeraktoren in einer neuen Kopfhörergeneration, die das Sounderlebnis beim Computerspiel noch realistischer macht.

Aber auch für geschädigte Ohren deuten sich neue Hilfen an: Künftig können ringförmige piezobasierte Hörgeräte in den Gehörgang implantiert werden. Diese behindern das natürliche Hören nicht und verstärken die ins Ohr gelangten Schallwellen nur dann, wenn deren Pegel für die Patienten zu niedrig ist.

Die Faszination moderner Aktoren, wie Elektroaktive Polymere, Formgedächtnislegierungen oder Piezokeramiken, geht nicht nur von ihren außergewöhnlichen Basistechnologien aus, sondern auch von der Vielschichtigkeit der Umsetzung physikalischer Effekte in Bewegung, aktive Dämpfung, oder interaktive Haptik.

Touchscreens, auf denen Blinde die Schriftzeichen der Braille-Schrift ertasten können; Elektromotoren, deren Wellen ohne Magnete und Wicklungen rotieren; Bauteile aus Formgedächtnislegierungen, die bei Spannungsänderungen zum Linearantrieb mutieren – die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten in der Industrietechnik und in Konsumprodukten fasziniert nicht nur Technikfreaks.

Wenngleich Piezoaktoren die wohl bekanntesten der innovativen Antriebe sind, ist das Wissen über Details der daraus abgeleiteten Rotationsantriebe, Steppermotoren und Linearaktoren noch längst kein technisches Allgemeingut. Ebenso verhält es sich mit den Möglichkeiten, die in elektroaktiven Polymeren oder Bauteilen aus Memory-Legierungen stecken. Und bei elektro- oder magnetorheologischen Flüssigkeiten ist kaum mehr bekannt, als die Option einer steuerbaren Viskositätsänderung. Aber in den optionalen adaptiven Stoßdämpfern vieler Luxus-Pkw bieten sie den Fahrern bereits heute zusätzliche Sicherheit und erhöhten Fahrkomfort.

Der Facettenreichtum der neuen Aktoren und ihr Anwendungsspektrum sind umfassend. Beachtenswert ist jedoch auch die Zunahme der marktreif werdenden Produkte – vor allem im Automobilbau, in der Luft- und Raumfahrt, in der Medizintechnik, in der Automatisierungstechnik, in der Kommunikationstechnik sowie in der jungen Technik des technischen Health Monitoring. Letzteres ist der permanenten Zustandsüberwachung funktionswichtiger oder sicherheitsrelevanter Bauteile gewidmet. Des Weiteren gewinnt die Adaptronik an Bedeutung: Zum Beispiel bei der aktiven Reduktion von Schwingungen an Frässpindeln - mit dem Ziel der Verbesserung der Oberflächenqualität. Oder die Anregung von Linearführungen mit hochfrequenten Schwingungen zur Senkung der Reibung und zur Minderung von Stick-Slip-Effekten.