LENA-Forschungszentrum der TU Braunschweig 1,8 Mio. Euro für die Nanomesstechnik

Das Forschungszentrum LENA (Laboratory for Emerging Nanometrology) erhält 1,8 Mio. Euro aus den Fördergeldtöpfen des Landes Niedersachsen und des Bundes. Damit finanziert das LENA-Zentrum der TU Braunschweig in Kooperation mit der PTB zwei Nachwuchsforschergruppen und ein Rasterelektronenmikroskop.

33 Millionen Euro investieren Bund und Land bereits in die Nanotechnologie-Forschung am Standort Braunschweig: Ein Forschungsbau für das LENA (Laboratory for Emerging Nanometrology) wird derzeit auf dem Campus der Technischen Universität Braunschweig am Langen Kamp gebaut. Auf insgesamt 2574 Quadratmetern entstehen Labore und Büros für über 100 Wissenschaftler, technisches Personal und Studierende nebst einer hochmodernen Ausstattung.

Die nun zusätzlich bewilligte Förderung beinhaltet zum einen die Einrichtung der zwei Nachwuchsforschergruppen. Mit 1,2 Millionen Euro werden insgesamt sechs Stellen für Wissenschaftler über drei Jahre finanziert. Mit ebenfalls 1,2 Millionen Euro wird die Beschaffung eines Rasterelektronenmikroskops mit fokussiertem Ionenstrahl ermöglicht. Letztere wurden vorbehaltlich einer fünfzig-prozentigen anteiligen Förderung durch den Bund bewilligt, das Land übernimmt also 600.000 Euro.

Nachwuchsforschergruppe »OptoSense«

Die Nachwuchsgruppe OptoSense hat das Ziel, neue optische Sensoren zu erforschen. Sie sollen zum Beispiel bei der Diagnose von Krankheiten zum Einsatz kommen. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Überwachung der Umwelt, etwa bei der Anzeige von Stickoxiden in der Luft. OptoSense verbindet Licht und Elektronik, um Sensoren der Zukunft zu erforschen.

Nachwuchsforschergruppe »Terahertz-Mikroskopie«

Die Nachwuchsgruppe Terahertz-Mikroskopie wird sich der Aufgabe widmen, neue Generationen von Computerchips zu optimieren. Die Analyse elektrischer Signale aus der neusten Chipgeneration mit bis zu über 1000 Gigahertz (also einem Terahertz) sind nämlich mit herkömmlichen Methoden aufgrund hoher Datenverluste nicht mehr möglich. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befassen sich mit der Erforschung passgenauer Messmethoden mit Hilfe der Terahertz-Mikroskopie. Diese erlaubt die berührungslose präzise Analyse elektrischer Signale.

Hochauflösendes Rasterelektronenmikroskop

Mit dem hochauflösenden Rasterelektronenmikroskop mit fokussiertem Ionenstrahl können Oberflächen im Nanometerbereich nicht nur, wie bei ‚konventionellen‘ Rasterelektronenmikroskopen, analysiert werden. Seine Besonderheit: Im selben Gerät können die Materialproben auch bearbeitet und vor der eigentlichen Aufnahme für spezielle Analysen präpariert werden. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für etliche Forschungsbereiche im LENA.

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