MSC Technologies Wireless im Smart Home

Diagramm „Smart Home Control“ mit WLAN, Bluetooth, Zigbee, KNX und Internet-Anbindung. (Bild: MSC Technologies)

Trotz der zahlreichen unterschiedlichen Funktechnologien im Markt sind die beiden Technologien WLAN und Bluetooth für Walter Puhl, Produkt Manager Wireless bei MSC Technologies, die Basis der Smart-Home-Kommunikationstechnologien der Zukunft.

Im Bereich Smart Home findet ein großer Teil des IoT-Booms statt, laut ABIresearch sollen im Jahr 2018 weltweit mehr als 500 Mio. Geräte installiert sein. Zahlreiche Produkte werden in der Gebäudeautomatisierung wortwörtlich „unter einem Dach“ verwendet, in die das Internet of Things (IoT) Einzug hält. Im Multimedia-Sektor schon lange im Gebrauch, kommt das Internet nun auch zunehmend in die Weiße Ware, hält also Einzug in die Küchen. Der Energiesektor wird umgebaut, Strom zu sparen und den Energieverbrauch zu kontrollieren, spielen eine immer größere Rolle, also werden auch die Smart Meter ein zunehmend wichtiger Baustein. Sicherheits- und Alarmsysteme sind schon lange online, aber die steigenden Einbruchszahlen sorgen auch hier für eine wachsende Nachfrage. Beispielsweise wollen die Nutzer ihr Haus remote, von der Arbeit oder aus dem Urlaub, überwachen. Die Technologie dahinter ist nichts anderes als eine Cloud-Kommunikation und zumeist auf funkbasierten Standards.

Häuser und Wohnungen sollen bequem steuerbar sein, und so werden von den Herstellern der Elektroinstallationskomponenten immer intelligentere Systeme entwickelt, die High-Tech-Elektronik beinhalten. Ein Schalterlieferant ist heute zunehmend ein Hersteller von komplexer und kompakter Elektronik. Selbst die früheren Illusionen von Lichtschaltern mit IP-Adressen werden in die Realität umgesetzt, heute lassen sich Lampen bereits vernetzen. Wo sind die Grenzen?

Eine Entwicklung bereitet allen Herstellern der zahlreichen Komponenten und Endgeräten große Sorgen: Derzeit werden vielfältige Technologien eingesetzt, eindeutige Tendenzen lassen sich noch nicht erkennen. Definitiv sind WLAN und Bluetooth zwei zentrale Technologien, denn diese sind durch mobile Endgeräte wie Smartphone, Notebook, Tablets und PCs schon in den Häusern im täglichen Gebrauch vorhanden. Die Einbindung von Geräten mit WLAN und Bluetooth in die Netzwerke wird immer einfacher. Die Module und Chips sind kompakt, stromsparend, leistungsstark und durch steigende Stückzahlen relativ günstig.

So halten diese beiden Technologien im Bereich des Smart Home deutlich Einzug. Hier einige Beispiele: Sensoren für Temperatur und Helligkeit sowie Aktoren für Rollos oder Heizungsventile werden immer häufiger mit Bluetooth Smart ausgestattet. Heute werden Bluetooth-Smart-Module angeboten, die nicht nur den Bluetooth-Stack integrieren, sondern auch die Applikationssoftware abdecken können. »Damit kann ein Modul stand-alone einen kompletten Sensor betreiben, und das sogar batteriebetrieben. Hierzu werden Chips und Module mit besonders niedrigem Stromverbrauch eingesetzt, wie PAN 1740 von Panasonic mit einem Stromverbrauch von nur 4,9 mA im Tx«, erklärt Walter Puhl, Produkt Manager Wireless von MSC Technologies. »Diese Chips und Module können mit Smartphones kommunizieren oder auch mit Raum-Controllern, die außer mit Bluetooth Smart auch mit WLAN ausgestattet sind und somit eine Vernetzung im ganzen Haus mit einer Zentrale und sogar dem Internet zulassen.«

Zwar wird bis 2020 ein großes Marktwachstum erwartet, aber warum dauert es so lange, obwohl die Technologien schon vorhanden sind? Der Anstieg ist relativ langsam, da zu viele verschiedene Technologien existieren und bei einigen Applikationen die Standards fehlen. Puhl erklärt dies an einem Beispiel: »Besonders im Bereich Beleuchtungssteuerung gibt es keinen eindeutigen Trend, denn hier kommen neben Bluetooth auch Technologien wie ZigBee mit dem Lighting-Profil oder Wireless Dali und einige proprietäre Protokolle zum Einsatz. Hier hat sich bis heute noch kein Standard wirklich durchgesetzt, auch wenn Dali auf der Light&Building-Messe deutliches Interesse erzeugt hat.