Industriekommunikation 4.0 Sercos-OPC-UA-Companion-Standard verfügbar

Einordnung von OPC UA in die Sercos-Systemarchitektur
Einordnung von OPC UA in die Sercos-Systemarchitektur

Die OPC Foundation und Sercos International präsentieren auf der SPS IPC Drives den Sercos-OPC-UA-Companion-Standard, der jetzt verfügbar ist.

Die Spezifikation beschreibt die Abbildung des Sercos-Gerätemodells und der Sercos-Geräteprofile auf OPC UA, so dass die von Sercos-Geräten zur Verfügung gestellten Funktionen und Parameter in einer herstellerübergreifenden Art und Weise über OPC UA zugänglich gemacht werden. Ziel der beiden Nutzerorganisationen war, den Datenaustausch zwischen Maschinenperipherie und übergeordneten IT-Systemen zu vereinfachen sowie die Anforderungen von Industrie 4.0 in puncto semantische Interoperabilität zu unterstützen.

»Sercos bietet ein umfassendes Gerätemodell und verschiedene standardisierte Geräteprofile, die sinnvollerweise in einen OPC-UA-Namensraum abgebildet werden«, erläutert Thomas Burke, President und Executive Director der OPC Foundation. »Der Sercos-OPC-UA-Companion-Standard ermöglicht eine Interoperabilität zwischen Maschinen, aber auch die Maschinenintegration mit Cloud-basierten Anwendungen. Sercos-Anbieter werden von den vielfältigen Service-orientierten Funktionen der OPC-UA-Architektur profitieren.«

Die spezifizierten Abbildungsregeln von Sercos auf OPC UA lassen sich für verschiedene Implementierungsansätze nutzen. Zum einen ist die OPC-UA-Server-Funktionalität in einem Sercos-Master (z.B. CNC- oder SPS-Steuerung) realisierbar. Es ist aber auch möglich, die Funktionalität in einen Sercos-Slave zu verlagern und die OPC-UA-Zugriffe direkt mit den Feldgeräten parallel zur Sercos-Echtzeit-Kommunikation oder ganz ohne Sercos-Echtzeit-Kommunikation durchzuführen. Damit ist eine durchgängige Kommunikation mit OPC UA bis in die Feldebene möglich, ohne auf die Echtzeitkommunikation von Sercos zu verzichten.

Sercos International: Halle 2, Stand 440
OPC Foundation: Halle 7, Stand 572/670