Fraunhofer und Golbalfoundries IoT-Sensor-Plattform für Mittelständler

Die Projektpartner entwickeln eine Sensor-Plattform, mit der zukünftig nach dem Baukastenprinzip verschiedene innovative Komponenten automatisiert generiert und zu einem Gesamtsystem zusammengefügt werden können.
Die Projektpartner entwickeln eine Sensor-Plattform, mit der zukünftig nach dem Baukastenprinzip verschiedene innovative Komponenten automatisiert generiert und zu einem Gesamtsystem zusammengefügt werden können.

GlobFo und Fraunhofer entrwickeln einen Baukasten, mit dem Mittelständlern zu erschwinglichen Kosten Sensor-Systeme für das IoT zu entwickeln können.

Denn für konkurrenzfähige Produkte der Zukunft fehlt ihnen oft der Zugang zu den Hochtechnologien der Mikroelektronik. Das will ein Verbund aus vier sächsischen Fraunhofer-Instituten mit Unterstützung von Kollegen aus Berlin und Erlangen zusammen mit Globalfoundries in den kommenden zwei Jahren grundlegend ändern.

Denn leistungsfähige Produkte, die genau auf die jeweiligen Anwendungsfälle abgestimmt sind, werden zur Standardanforderung vieler Kunden. Solche smarte und vernetzte Systeme werden aber oftmals nur in kleineren Stückzahlen benötigt, für die es sich nicht lohnen würde, hochintegrierte Komponenten zu entwickeln. Allerdings kommen auch Standardhalbleiter nicht in Frage, weil sie den Anforderungen kaum entsprechen. Deshalb müssen auch Mittelständler zukünftig spezialisierte Technologien im Portfolio haben. Allerdings sind vielen Unternehmen die Entwicklungskosten dafür zu hoch und die Entwicklungszeiten zu lang. Daneben erfordern Neuerungen in diesem Umfeld auch Mitarbeiter mit detailliertem Fachwissen auf Spezialgebieten der Elektronik sowie teure Entwurfssoftware, über die kleinere Firmen oftmals nicht in ausreichender Form verfügen.

Plattform für kleine Systemanbieter bis 2019

Deshalb fördern der Freistaat Sachsen und die Europäische Union das Forschungsprojekt USeP (Universelle Sensor-Plattform) im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die beteiligten Partner haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2019 eine technologische Plattform zu erarbeiten, mit der auch kleinere Systemanbieter den wachsenden Entwicklungs- und Fertigungsaufwand für Elektronik der nächsten Generation schultern können. Nach Projektabschluss soll dafür eine Firma etabliert werden, über die Unternehmen die gewünschten Module innerhalb weniger Monate zu überschaubaren Kosten erhalten können. Neben Globalfoundries Dresden arbeiten mehrere Institute der Fraunhofer-Gesellschaft an diesem Ziel.

Dazu gehören die sächsischen Fraunhofer-Institute für Photonische Mikrosysteme IPMS und Elektronische Nanosysteme ENAS sowie die Institutsteile All Silicon System Integration ASSID des Fraunhofer IZM und Entwicklung Adaptiver Systeme EAS des Fraunhofer IIS. Ergänzt wird ihre Kompetenz durch Erlanger sowie Berliner Kollegen. Darüber hinaus können interessierte Mittelständler ihre Anforderungen in das Forschungsnetz einbringen, den Inhalt von Demonstratoren mitbestimmen und sie als Erste testen. Die Gesamtprojektleitung obliegt dem Fraunhofer IIS/EAS.