Inboard Technology Elektrisches IoT-Skateboard mit Stil

Die Technik des elektrischen IoT-Skateboard lässt sich in den unterschiedlichsten Bereichen einsetzen.
Die Technik des elektrischen IoT-Skateboard lässt sich in den unterschiedlichsten Bereichen einsetzen.

Das Skateboard neu erfinden und ein ganz neues Fahrgefühl zu zaubern – das war das Ziel des Start-up-Unternehmens Inboard Technologies. Mit dem M1 ist das gelungen – und es könnte den städtischen Verkehr revolutionieren.

Bilder: 10

Elektrisches Skateboard von Inboard Technology

Das M1 sieht aus wie ein normales Skateboard ohne Elektromotoren – und lässt sich sich auch ohne Hilfe der Motoren wie ein normales Skateboard fahren.

Anfangs hieß der Start-up noch Inboard Action Sports. Jetzt allerdings hat das Unternehmen ein elektrisches Skateboard auf den Markt gebracht, dessen Technik sich nicht nur in Sakteboards sondern in den unterschiedlichsten Bereichen von Autos bis zur Betreuung von älteren Personen einsetzen lässt. Die integrierte und vernetzte Elektronik des IoT-Skateboards findet den Weg durch die Stadt und stellt den Straßenzustand fest, ist über Bluetooth mit dem Fahrer verbunden und ist mit der Cloud vernetzt. Das Skateboard ist also nur einer von vielen typischen IoT-Anwendungsfällen und deshalb hat sich die Firma umgetauft und heißt nun Inboard Technology.  

Am Anfang stand wie so oft ein kleines Problem: Fahrräder sind groß und müssen außerhalb von Gebäuden abgestellt werde. Dort fallen sie leicht Dieben zum Opfer. Theo Cerboneschi, Mitgründer und heute CTO des Unternehmens, suchte nach einen leichten, transportablen aber dennoch coolen fahrbaren Untersatz, den er einfach mit ins Klassezimmer nehmen konnte. Er experimentierte mit Sakteboards und Elektromotoren, die eigentlich für Drohnen gedacht waren. Als der fünfte Prototyp nach einem Jahr fertig war und viele Leute ihm das elektrische Skateboard sofort abkaufen wollen, witterte Ryan Evans, heute CEO von Inboard Technologies, ein Geschäft. Das war der Startschuss für das Unternehmen, das im Rahmen eines Crowdfunding-Projekts bei Kickstarter das Licht der Welt erblickte. Heute beschäftigt das Unternehmen 15 Mitarbeiter, die Hälfte davon Ingenieure. Rund 14 Monate dauerte es dann, den ersten funktionierenden Prototypen zu entwickeln, es in die Serienproduktion zu bringen dauerte noch einmal 14 Monate.

M1: Einfach, schlicht, cool

Jetzt ist das elektrische Skateboard M1 fertig und kann bestellt werden – und es sieht auf jeden Fall mit seiner Länge von 94 cm und der integrierten LED-Beleuchtung minimalistisch und cool aus. Auf den ersten Blick merkt niemand, dass Elektromotoren die Räder treiben. Die Motorleistung beträgt 1600 W, das Gewicht 6,5 kg. Fast 40 km/h ist es schnell. An seiner dicksten Stelle ist das Brett nur 2,4 cm hoch. Damals erhältliche Motorcontroller waren aber 4,4 cm hoch – sie kamen deshalb nicht in Frage. Also entwickelten die Ingenieure mit Unterstützung der Zulieferer wie Silicon Labs eigene Elektronik für die Steuerung und das Batteriemanagement. Weil das Unternehmen auch die Mechanik entwickelt, kann es alle Elemente optimal aufeinander abstimmen. Das hat auch seinen Preis: 1.399 Dollar verlangt Inboard Technology auf der Website für das M1.

Der Fahrer kann das Board über eine Art Joystick sehr einfach steuern. Die Verbindung von Joystick zum Board funktioniert drahtlos über Bluetooth. Bei vielen bis dahin erhältlichen Boards war der Fahrer noch über eine Leine mit seinem Brett verbunden. Viel zu altmodisch für Inboard Technology. Die Fernbedienung legt sich um einen Finger und liegt gut in der Hand. Auch bemerkt sie der Fahrer mir der Zeit kaum noch.

Das Board selber kann über Sensoren die Straßenqualität beurteilen. Fährt das Board bergab und wird gebremst, dann kann es 30 bis 40 Prozent der Energie wieder gewinnen und die Batterien aufladen. Herkömmliche Boards schaffen nur 15 Prozent.

Das Wichtigste aber ist: Von all dem merkt der Fahrer nichts, weil das M1 aussieht wie ein normales Skateboard ohne Elektromotoren – und sich auch ohne Hilfe der Motoren wie ein normales Skateboard fahren lässt. Wenn erforderlich lassen sich die Batterien einfach und schnell austauschen. Eine Batterieladung – sie dauert 90 Minuten – reicht übrigens, um eine Entfernung von 11 bis 16 km zurücklegen

Das zeigt, dass die Entwickler Liebe zum Detail bewiesen. Zurecht, denn so entstand ein Board, das es so auf dem Markt bisher noch nicht gab, ein Skateboard das aussieht und sich auch so fährt wie ein normales Board, aber gleichzeitig im Hintergrund und fast unbemerkt die Vorteile von Elektromotoren ins Spiel bringt.