Umfrage: Was bewegt Manager beim Stellenwechsel?

70 Prozent der deutschen Manager sorgen sich bei einem beruflichen Wechsel in erster Linie darum, ob die Zusagen aus den Vertragsverhandlungen tatsächlich eingehalten werden.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Düsseldorfer Karrieredienstleisters Placement24 unter 1.886 Führungskräften. Mehr als jeder dritte Befragte (37 Prozent, Mehrfachnennungen möglich) sorgt sich, dass er – last in, first out – nach einem Jobwechsel schneller wieder gekündigt werden könnte. Nur 8 Prozent fürchten, den künftigen Herausforderungen nicht gewachsen zu sein. Und auch die Akzeptanz bei den neuen Kollegen bereitet den Managern kaum Sorgen: Nur für 3 Prozent der Befragten ist dies ein relevanter Faktor beim Wechsel zu einem neuen Arbeitsplatz.

»Gerade an Fach- und Führungskräfte gibt es gegenwärtig einen hohen Bedarf. Das verleitet manche Unternehmen dazu, Versprechungen zu machen, die nicht immer eingehalten werden können, wenn der Kandidat erst einmal an Bord ist«, sagt Marcus Opper, Personalberater bei der Hays AG, die hochqualifizierte Spezialisten vermittelt.

Opper empfiehlt daher beiden Parteien, ihre Vereinbarungen schriftlich in den Arbeitsvertrag aufzunehmen. »Führungskräfte sollten mit ihren Headhuntern nach Bewerbungsgesprächen offen über ihre Eindrücke und Sorgen sprechen«, so Tonio Riederer von Paar, Gründer und Geschäftsführer von Placement24. »Der Headhunter kann mit seinen Erfahrungen helfen und bei Bedarf vermitteln. Auch ihm ist daran gelegen, dass beide Seiten, Unternehmen und Bewerber, langfristig miteinander glücklich werden.«