Frauen in Vorständen Ultimatum für die Wirtschaft

Bundesfamilienministerien Barley setzt die Wirtschaft unter Druck.
Bundesfamilienministerien Barley setzt die Wirtschaft unter Druck.

Das Bundeskabinett zieht heute eine Bilanz der gesetzlichen Frauenquote für die Privatwirtschaft. Bundesfamilienministerin Katarina Barley, SPD, setzt der Wirtschaft schon vorab ein Ultimatum. Mit einer verpflichtende Frauenquote in Vorständen hätte sie kein Problem, heißt es beim Deutschlandfunk.

Die Bundesfamilienministerien will den Unternehmen noch ein Jahr Zeit geben, um mehr Vorstandsposten mit Frauen zu besetzen. Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Barley, wenn sich bis dahin nichts tue, werde man gesetzlich eingreifen. Selbstverpflichtungen würden nicht funktionieren, so die Ministerien. 

Die gesetzliche Frauenquote war vor zwei Jahren eingeführt worden und verpflichtet rund 100 börsennotierte Konzerne zu einer Quote von 30 Prozent in den Aufsichtsräten. Vorstandsposten sind bisher ausgenommen.