Modellprojekt Technik für Realschülerinnen

Die bayerischen Metall- und Elektro- Arbeitgeberverbände bayme vbm und die Bundesagentur für Arbeit (BA) wollen Realschülerinnen von der siebten bis zur zehnten Jahrgangsstufe für die Welt der Technik begeistern.

Dazu haben sie Anfang Dezember die Girls‘ Day Akademie vorgestellt. Mit dem neuen Modellprojekt lernen in jedem bayerischen Regierungsbezirk Realschülerinnen von der siebten bis zur zehnten Jahrgangsstufe die Welt der Technik praxisnah kennen.

Als Kooperationspartner schließen sich dafür die jeweiligen Realschulen mit weiterführenden Schulen und regionalen Betrieben zusammen.

„Derzeit sind 20 Prozent der Beschäftigten in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie weiblich. Wir wollen, dass noch mehr Frauen den Weg in die Technik und damit in die bayerischen M+E Unternehmen finden. Die Girls‘ Day Akademie ist deshalb eine gute Initiative, um die Technikbegeisterung bei Mädchen schon in jungen Jahren zu wecken“, erklärte bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Klaus Beier, Geschäftsführer Arbeitslosenversicherung der Regionaldirektion Bayern, erläuterte die Ziele des Projekts: „Realschülerinnen sind bislang in technischen Ausbildungen noch immer unterrepräsentiert. Sie haben jetzt bereits ab der 7. Klasse die Chance, in technische Ausbildungsgänge hinein zu schnuppern.

So werden in Theorie und Praxis zusätzlich zum regulären Unterricht auf freiwilliger Basis technische Inhalte vermittelt und gleichzeitig die Schlüsselqualifikationen der technikinteressierten Mädchen gestärkt.“ Die Girls‘ Day Akademie sieht Beier als wichtigen Faktor im Rahmen der vertieften Berufsorientierung und Baustein für die frühzeitige Nachwuchssicherung im Bereich der technischen Berufe. „Nur so können wir ausreichend qualifizierten Nachwuchs gewinnen“, betonte Beier.

Laut bayme vbm Hauptgeschäftsführer Brossardt werden bis zum Jahr 2020 allein in Bayern rund 230.000 Fachkräfte fehlen. „Hier müssen wir gegensteuern. In unserem Aktionsprogramm Fachkräftesicherung fordern wir unter anderem, noch breiter in die Bildung zu investieren und die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen.“